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Ferrari verzichtet auf Einspruch gegen Kanada-Strafe für Vettel | BR24

© picture-alliance/dpa

Sebastian Vettel

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    Ferrari verzichtet auf Einspruch gegen Kanada-Strafe für Vettel

    Ferrari verzichtet nun doch auf einen förmlichen Protest gegen die Strafe für Sebastian Vettel, die ihn den Sieg in Kanada kostete. Die Scuderia will nun auf anderem Wege die Rennkommissare zum Umdenken bewegen.

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    Ferrari gibt den Kampf um den aberkannten Kanada-Sieg von Sebastian Vettel auch nach dem Verzicht auf einen förmlichen Protest noch nicht auf. Zwar werde das Formel-1-Team den angekündigten Einspruch beim Weltverband FIA nun doch nicht einlegen, wie eine Sprecherin der Scuderia am Donnerstagabend (13.6.) kurz vor Ablauf der Frist sagte. Stattdessen will der Rennstall die Streckenrichter mit frischen Beweisen zu einer Neubewertung der Situation bewegen.

    Ferrari hofft auf Erfolg am Grünen Tisch

    Strittig war, ob nach FIA-Regelwerk überhaupt ein Protest gegen die Sanktion möglich ist. 96 Stunden hatte Ferrari Zeit, förmlich Einspruch einzulegen. Das Team hofft nun offenbar, mithilfe des Artikels 14.1.1 im sportlichen Regelwerk doch noch einen Erfolg am Grünen Tisch zu erzielen. Demnach könnte die Scuderia mit frischen Beweisen wie Videobildern oder Daten aus dem Auto erreichen, dass die Rennkommissare ihr Urteil noch einmal prüfen.

    Folgenschwere Zeitstrafe

    Die Rennkommissare hatten Vettel am vergangenen Sonntag wegen eines harten Manövers gegen Weltmeister Lewis Hamilton in Montréal mit einer Fünf-Sekunden-Strafe belegt. Vettel überquerte die Ziellinie zwar als Erster, rutschte durch die Zeitstrafe aber hinter den britischen Mercedes-Piloten auf Rang zwei.

    Vettel war in der 48. Runde des Rennens in Führung liegend nach einem Fehler mit seinem Ferrari durchs Gras gefahren. Als der 31-Jährige zurück auf die Strecke gekommen war, hatte er den fünfmaligen Champion Hamilton (34) nahe an eine Mauer gedrängt.