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Felix Neureuther: "Man muss die Chancen der Coronakrise sehen" | BR24

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Wie geht es weiter für den Wintersport im Coronajahr 2020? Noch gibt es viele offene Fragen. Trotz der Ungewissheit bereiten sich die Athleten vor. Felix Neureuther hofft, dass die Wettbewerbe effizienter und nachhaltiger gestaltet werden.

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Felix Neureuther: "Man muss die Chancen der Coronakrise sehen"

Wie geht es weiter für den Wintersport im Coronajahr 2020? Noch gibt es viele offene Fragen. Trotz der Ungewissheit bereiten sich die Athleten vor. Felix Neureuther hofft, dass die Wettbewerbe effizienter und nachhaltiger gestaltet werden.

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Die Wintersportler stecken in den Vorbereitungen auf die neue Saison. Aufgrund der Coronakrise zwar unter anderen Vorzeichen als sonst, aber mit der Hoffnung, dass ihre Wettbewerbe weltweit wie geplant durchgeführt werden können.

Ob mit oder ohne Zuschauer, hat für BR-Wintersport-Experte Felix Neureuther nicht die oberste Priorität: "Prinzipiell ist es wichtig, dass der Sport wieder stattfindet. Auch in der Öffentlichkeit. Nicht nur für die Sportler, sondern für die ganze Gesellschaft. Der Fußball war der Vorreiter und jetzt müssen die anderen Sportarten nachziehen."

Geisterrennen eine Option - aber kein Muss

Nach Geisterspielen im Fußball muss man im bevorstehenden Winter auch im Skisport mit Geisterrennen rechnen. Noch steht allerdings nicht fest, ob nicht doch Zuschauer die Wettbewerbe live vor Ort verfolgen dürfen. Für Neureuther dürfte nichts dagegen sprechen, denn "Social Distancing" wäre an der Strecke oder im Zielraum seiner Meinung nach umsetzbar.

FIS-Konzept mit drei möglichen Saison-Szenarien

Die Planungen in allen Verbänden laufen auf Hochtouren. Der Weltverband FIS hat trotz Coronakrise die Weltcuptermine für den kommenden Winter bestätigt. An ingesamt 33 Tagen geht's in Deutschland um Podestplätze. Neureuther betont, dass die FIS für die alpinen Skirennläuferinnen und -läufer ein sehr gutes Konzept für die kommende Saison abgegeben hat.

"Die Denke, wie die Verantwortlichen die Geschichte angehen, finde ich sehr gut. Es gibt drei verschiedene Szenarien: Das eine ist, dass die Rennen ganz normal stattfinden, dass der Kalender so bleibt. Dann gibt es eine abgespeckte Version. Statt 44 Rennen finden nur 36 bis 38 statt. Das dritte Szenario wäre nochmal abgespeckter. Hier wird sich auf die Highlights und Kerndisziplinen konzentriert und man versucht, die Damen und die Herren an die gleichen Orte zu bringen. Das müsste auch - wenn sich alles wieder normalisiert - in die Zukunft mitgenommen werden." Felix Neureuther
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Der Coronavirus bremste auch die Wintersportler in ihrer Vorbereitung auf die bevorstehende Saison aus. Trotz der Ungewissheit, wie es im kommenden Winter weitergeht, stecken die Athleten mittlerweile wieder im Training. Nur etwas anders als gewohnt.

Nordische Ski-WM 2021 in Oberstdorf gefährdet

Vom 23. Februar bis 7. März 2021 soll in Oberstdorf die Nordische Ski-WM stattfinden. Noch ist natürlich nicht klar, ob diese wie geplant stattfinden kann.

Neureuther bestätigt, dass der Deutsche Skiverband alles daran setzt, dass die Veranstaltung durchgeführt werden kann: "Der Deutsche Skiverband macht sich wahnsinnig viele Gedanken, spricht mit der Politik und hält sich an alle Regularien. Es kann definitiv stattfinden."

Für die Region, vor allem für die Hotellerie und die Gastronomie wäre es wichtig. Viele Investitionen wurden getätigt. Allerdings muss man hier natürlich die Entwicklung in Sachen Coronavirus abwarten.