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Felix Neureuther

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    Felix Neureuther: Gletscherschutz statt Skiweltcup?

    Felix Neureuther, ARD- und BR-Wintersportexperte, plädiert für ein Umdenken im alpinen Skizirkus. Er will Skitests in Gletscherskigebieten im Sommer verbieten. Auch den vorgezogenen Weltcupauftakt auf dem Rettenbachferner in Sölden sieht er kritisch.

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    • BR24 Sport

    "Es muss ein Testverbot geben wie in der Formel 1, es darf nicht mehr erlaubt sein, im Sommer zwischen Juni und September auf den Gletschern zu trainieren", sagte ARD-/BR-Wintersportexperte Felix Neureuther in einem Gespräch mit dem Sport-Informationsdienst (SID).

    Weltcupauftakt in Sölden "aus der Zeit gefallen"

    Auch den üblicherweise Ende Oktober angesetzten Ski-alpin-Weltcupauftakt auf dem Rettenbachferner in Sölden sieht er skeptisch, der 37-Järhige wünscht sich eine Verschiebung in den November. "Um die Jahreszeit liegt wieder Naturschnee auf den Gletschern, und dann ist das auch in Ordnung. Der Weltcup-Auftakt Ende Oktober ist für mich aus der Zeit gefallen", so Neureuther.

    Hoffen auf den neuen FIS-Präsidenten

    Nach Neureuthers Ansicht habe der Skisport "ein Problem mit der Glaubwürdigkeit. Wie willst du glaubwürdig sein, wenn du im Sommer auf Gletschern Ski fährst, die es bald nicht mehr geben wird?"

    Große Hoffnungen setzte der ehemalige Weltklasserennläufer in den Schweden Johan Eliasch, seit Juni neuer Präsident des Weltskiverbandes FIS. "Er ist ein grandioser Unternehmer, hat Visionen und wird als neuer starker Mann in der FIS sicher etwas bewegen wollen", sagte Neureuther.

    Saisonauftakt in Sölden mit Fans

    Die neue Ski-alpin-Saison startet am 23. und 24. Oktober traditionell mit zwei Riesenslaloms auf dem Gletscher im österreichischen Sölden. Nach der Coronapause sind erstmals in diesem Jahr wieder Fans zugelassen.