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Hanno Behrens

Verärgert waren Spieler und Trainer gleichermaßen. Nürnbergs junger Chefcoach Boris Schommer sprach nach dem 1:1 gegen den FC Schalke 04 von einer "klarsten Fehlentscheidung" des Schiedsrichters, die den Sieg gekostet habe. Ein reguläres Tor war den Nürnbergern wegen angeblich gefährlichen Spiels nicht anerkannt worden, was der vermeintlichen Torschütze Hanno Behrens kurz und knapp als "Verarschung" bezeichnete. Dass Kapitän Behrens wenig Minuten später erneut einen Elfmeter verschoss, ärgerte ihn mindestens genauso sehr.

Klare Wortwahl

Nürnberg ging dann doch noch in Führung, aber nur um direkt danach ein "absolutes Dreckstor" zu kassieren, wie es Offensivspieler Sebastian Kerk nannte. Die Wortwahl an diesem Abend verriet viel über den Frust im Nürnberger Team. Mit einem Sieg hätten die Franken den Rückstand auf den Relegationsplatz und den VfB Stuttgart auf einen Punkt zusammenschmelzen können, so sind es drei Punkte. Vielleicht sogar mehr, denn Stuttgart kann gegen Leverkusen nachlegen. Der Club bleibt Vorletzter.

Schommer: "Bestes Spiel"

Wie ein Absteiger spielte an diesem Tag aber nur der FC Schalke 04. Nürnberg überzeugte mit spielerischer Klarheit, guten Kombinationen und schnellen Gegenstößen. Nur das Toreschießen wollte – mal wieder – nicht gelingen. "Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, gegen Schalke so ein Spiel auf den Platz zu bringen. Das ist schon beachtlich", lobte Schommer. Für ihn war es das "beste Spiel" der Mannschaft unter seiner Leistung. Die Ausbeute bleibt ein Problem, schon gegen Stuttgart hatte Nürnberg unglücklich zwei Punkte hergegeben.

Nächste Gegner: Leverkusen und FC Bayern

Fünf Spieltage bleiben, um sich doch noch zu retten. Die Aufgaben werden aber nicht leichter, die nächsten Gegner heißen: Leverkusen und FC Bayern.

Nürnbergs Hanno Behrens (l.) hadert mit dem Schiedsrichter

Nürnbergs Hanno Behrens (l.) hadert mit dem Schiedsrichter