Menschen stehen auf und klatschen
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Stehende Ovationen bei der FCN-Jahreshauptversammlung nach dem Beschluss den Frauenfußball in den Verein einzugliedern.

    FCN-Hauptversammlung: Verschmelzung mit Club-Frauen beschlossen

    Der 1. FC Nürnberg will seine Vereinsstrukturen vereinfachen. Wie der Club bekannt gab, soll der bislang eigenständige Frauen- und Mädchenfußball mit dem Hauptverein verschmelzen. Der steht aber weiterhin wirtschaftlich im Minus.

    Einen Tag vor dem großen Spiel bevor die Frauenmannschaft des 1. FC Nürnberg zum ersten Mal im Max-Morlock-Stadion aufläuft, gab es für sie bereits einen Grund der Freude: Der Fußball-Zweitligist 1. FC Nürnberg soll mit dem Frauen- und Mädchen-Verein des Clubs verschmelzen. Dafür haben alle anwesenden Mitglieder des FCN auf der Jahreshauptversammlung gestimmt, teilt der Verein mit.

    FCN-Vereinsverschmelzung: Entscheidung einstimmig

    Für die Zustimmung war eine Dreiviertel-Mehrheit erforderlich, ohne Gegenstimme wurde die Hürde aber übersprungen, so der Club weiter. "Was in den letzten Jahren zwischen den Männern und dem FCN-Frauen- und Mädchenfußball entstanden ist, ist einfach nur inspirierend. Wir sind richtig stolz darauf, die Clubfrauen auf unserer Seite zu haben. Die Verschmelzung wird uns unheimlich guttun", prognostiziert der Kaufmännische Vorstand beim FCN, Nils Rossow.

    Stehende Ovationen für Beschluss

    Auch für Sportvorstand Dieter Hecking sei es extrem wichtig an einem Strang zu ziehen. "Die Clubfrauen haben diese Verschmelzung mehr als verdient. Ich stehe mit allem dahinter was ich habe, weil ich schon immer ein großer Verfechter des Frauenfußballs bin."

    Für die Entscheidung gab es auf der Jahreshauptversammlung stehende Ovationen, teilt der FCN auf Twitter mit.

    Jahresbilanz: 1. FC Nürnberg weiterhin im Minus

    Auf der Mitgliederversammlung gab der FCN auch sein Bilanzergebnis des vergangenen Geschäftsjahres bekannt. Demnach steht beim Club unter dem Strich weiterhin ein Nettoverlust von 2,5 Millionen Euro. Im Jahr zuvor lag dieser allerdings noch bei 9,4 Millionen Euro. Die Erträge konnte der Verein in der Saison 2021/22 nach eigenen Angaben um 6,3 Millionen Euro auf 42,1 Millionen Euro steigern. "Die abgelaufene Saison war in wirtschaftlicher Hinsicht die erwartet schwere", bilanziert Rossow. Der Club habe die "noch immer einschränkenden Pandemiebedingungen nicht vollständig kompensieren" können.

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