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FCB-Präsident Hainer für Aufstieg von Zweitvertretungen | BR24

© Picture alliance/dpa

FC Bayern-Präsident Herbert Hainer

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FCB-Präsident Hainer für Aufstieg von Zweitvertretungen

Der FC Bayern-Präsident Herbert Hainer regt eine Debatte über die Aufstiegsregel für Zweitmannschaften an. Nach der Drittliga-Meisterschaft des FC Bayern II hatte auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bedauert, dass das Team nicht aufsteigen darf.

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Die zweite Mannschaft des deutschen Fußball-Rekordmeisters war Anfang Juli Meister der 3. Liga geworden, durfte den Regularien zufolge aber nicht aufsteigen. "Es ist schade, dass sie nicht in die 2. Bundesliga aufsteigen können - verdient hätten sie es", fand Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge gleich nach dem Triumph des FC Bayern II. Jetzt regt auch Präsident Hainer die Diskussion darüber an.

Bayern II in Liga 2 - "warum denn nicht?"

"Ein Leistungssportler strebt nach dem Maximum – und will aufsteigen, wenn er aufsteigen kann. Ich denke, dass man sich da in Deutschland durchaus mal Gedanken machen sollte", sagte Hainer im aktuellen Vereinsmagazin "51". Es sei zwar "verständlich, dass nicht zwei Mannschaften von einem Klub in einer Liga spielen dürfen", meinte der 66-Jährige. Aber zugleich betonte er: "Beispielsweise in Liga eins und zwei – warum denn nicht?" In Spanien dürfe die Zweitvertretung eines Erstligisten auch in der Klasse direkt darunter starten.

Kompliment für die Nachwuchsarbeit

Die Entwicklung der Bayern-Amateure lobte Hainer. "Immer mehr Talente klopfen bei den Profis an, unsere Jugendarbeit wird mehr und mehr zum Quell von jungen Spielern – endlich, wo David Alaba der Letzte war, der vor über zehn Jahren den Sprung geschafft hat", sagte der Bayern-Boss und ergänzte: "Da muss man Hasan Salihamidzic ein Riesenkompliment machen, der unsere Nachwuchsarbeit zusammen mit Jochen Sauer, dem Leiter des FC Bayern Campus, neu ausgerichtet hat."

Meistermacher Sebastian Hoeneß

Auch Trainer Sebastian Hoeneß hat daran entscheidenden Anteil. Erst vor einem Jahr aus der Regionalliga aufgestiegen, lag sein Team vor Jahreswechsel noch auf Platz 15, holte sich dann aber trotz einer Niederlage am letzten Spieltag den Titel. "Wir sind überglücklich – das ist definitiv die schönste Niederlage in meiner Trainerkarriere", meldete der Coach nach dem Titelgewinn auf der Vereinsseite.

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Der letzte Spieltag der 3. Liga in der Saison 2019/20: Der FC Bayern München II ist trotz einer Niederlage in Kaiserslautern neuer Drittligameister.

Gefeierter Drittliga-Trainer des Jahres

Nach dem Erfolg wurde der 38-jährige Meistermacher auch mit 64 Prozent von 23.544 Stimmen zum Drittliga-Trainer des Jahres gewählt. Ginge es nach den Überlegungen von Präsident Hainer, hätte der Trainer den nächsten Karriereschritt als Zweitligacoach durchaus machen können.

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Nach einer sensationellen Saison schafft Sebastian Hoeneß, der Sohn des ehemaligen Bayern-Profis Dieter Hoeneß, als Coach den Meistertitel mit der zweiten Mannschaft des FC Bayern München. Der Beginn einer großen Trainerkarriere?