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Enrico Maaßen

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FCA im Abstiegskampf - Trainer Maaßen: "Brauchen mehr Konstanz"

FCA im Abstiegskampf - Trainer Maaßen: "Brauchen mehr Konstanz"

Beim FC Augsburg verschärft sich die Tabellenlage in der Bundesliga nach mehreren sieglosen Spielen wieder. Trainer Enrico Maaßen hat das registriert, aber auch seine Schlüsse gezogen und glaubt daher an eine Steigerung seines Teams.

Eigentlich lief die Hinrunde zwischendurch so stark. Mit drei Siegen in Serie gegen Werder Bremen, den FC Bayern und dem FC Schalke 04 verschaffte sich der FC Augsburg ein dickes Polster zur Abstiegszone. In Schwaben jubilierten die Fans vom neuen Trainer Enrico Maaßen.

Doch zuletzt haperte es wieder bei den Augsburgern - sieben Spiele in Serie konnten sie in der Fußball-Bundesliga nicht gewinnen. Die Abstiegszone ist in der Winterpause plötzlich wieder nur zwei Punkte weg. "Nach 15 Spielen 15 Punkte ist wirklich ein Witz", sagte der Augsburger Torwart Rafal Gikiewicz nach der Niederlage am Samstag gegen Bochum im BR-Interview. "Ich hatte vor der Saison wirklich die Hoffnung, dass wir eine neue Situation erleben und nicht jede Weihnachtspause ganz unten stehen. Fast jedes Jahr ist es fast die gleiche Situation. Jedes Jahr Abstiegskampf", so der Keeper.

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FC Augsburg - VfL Bochum

Maaßen hebt die Mentalität seiner Mannschaft hervor

Trainer Enrico Maaßen sieht die Situation nicht so dramatisch wie sein Torwart. "Natürlich wären wir gerne mit einem Erfolgserlebnis in die Pause gegangen", sagte er in der Sendung Blickpunkt Sport im BR Fernsehen am Sonntagabend. "Wenn wir 18 Punkte vollgemacht hätten, dann hätten wir von einer guten Runde gesprochen. Und so müssen wir sagen, der Weg ist der richtige, trotzdem haben die Ergebnisse nicht immer gestimmt."

Aber gerade das 2:2 bei Union Berlin vor der Niederlage gegen Bochum gebe Hoffnung auf die Rückrunde. Es habe nicht viele Mannschaften gegeben, die in Berlin nach zwei Rückständen jeweils zurückkamen. "Das zeigt die Mentalität, die das Team hat."

"Die Liga ist in diesem Jahr wahnsinnig eng"

Trotzdem bemerkt er die verschärfte Tabellenlage, Augsburg ist zwar 14., doch der VfB Stuttgart auf dem Relegationsplatz lauert mit 14 Punkten und Bochum als 17. einen Zähler dahinter. "Die Liga ist in diesem Jahr wahnsinnig eng, wahnsinnig ausgeglichen. Es gibt viele starke Mannschaften, aber viele Mannschaften auch ums herum. Wichtig ist, dass man jetzt gut analysiert."

Drei Augsburger WM-Fahrer - Rest kann trainieren

Mehr als zwei Monate haben die Augsburger in der WM-Pause Zeit, ehe sie zurück in den Ligaspielbetrieb müssen. In Eduardo Vargas (Schweiz), Carlos Gruezo (Ecuador) und Robert Gumny (Polen) stellt der FCA zwar drei WM-Fahrer, der Rest kann aber daheim in Schwaben trainieren beziehungsweise aus Verletzungen zurückkehren.

Erste Schlüsse hat Maaßen bereits aus den 15 Spielen gezogen: "Wir können richtig Wucht entfachen, wir können Tore schießen, aber wir müssen noch disziplinierter, noch verantwortungsbewusster verteidigen, in Stuttgart auch mal einen Punkt mitnehmen." Dort gingen die Augsburger beim Stand von 1:1 auf die eigene Führung und fingen sich per Konter das 1:2. "Entwicklungspunkt: Wir brauchen ein Stück weit mehr Konstanz und müssen uns dann auch mal mit einem Punkt zufrieden geben."

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Enrico Maaßen

Taktik-Umstellung führt zum Erfolg

Über Drochtersen/Assel, Rödinghausen und Borussia Dortmund II kam der 38-Jährige nach Augsburg, seine erste Station in der ersten Liga. "Ein No-Name", dachten da manche Fans. Ganz gut ging es dann auch nicht gerade los, Augsburg unterlag Freiburg zu Beginn 0:4. "Er wollte eigentlich ein anderes Spiel spielen - mit mehr Ballbesitz", sagt der FCA-Präsident Markus Krapf über die Zeit. Dann hat er die Taktik umgestellt, gemeinsam mit der Mannschaft.

Es war so wieder der vielmals als "eklig" titulierte Spielstil erkennbar, der den FCA in der Bundesliga so stark gemacht hatte. Und dann kam auch das aus Augsburger Sicht blitzsaubere 1:0 gegen den FC Bayern im September, von dem Maaßen heute noch schwärmt: "Es war ein großartiges Spiel von uns. Wir waren sehr aktiv, haben die Bayern gestresst. Leider ist es unser einziger Heimsieg gewesen."

Gerade das gibt dem Trainer auch im Hinblick auf die restlichen 19 Bundesliga-Saisonspiele viel Zuversicht. Maaßen glaubt an den Klassenverbleib - und das hat für ihn nach allem, was er jetzt als Bundesliga-Trainer in den ersten vier Monaten gesehen hat, seinen ganz plausiblen Grund: "Wir können gegen jede Mannschaft gewinnen, gegen jede Mannschaft was holen, aber wir müssen immer ans Maximum kommen."

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