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Der FC Ingolstadt will mit dem Comeback von "Dukaten Didi" Beiersdorfer zurück in eine gute Zweitliga-Zukunft. Von seiner Schlagkraft einen Verein sportlich zu führen, habe er nichts eingebüßt, sagt der neue Geschäftsführer Sport.

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FC Ingolstadt hofft mit Beiersdorfer auf Zweitliga-Zukunft

Der FC Ingolstadt will mit dem Comeback von "Dukaten Didi" Beiersdorfer zurück in eine gute Zweitliga-Zukunft. Von seiner Schlagkraft einen Verein sportlich zu führen, habe er nichts eingebüßt, sagt der neue Geschäftsführer Sport und Kommunikation.

Von
Kilian MedeleKilian MedeleMargot LamparterMargot Lamparter
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Beim Tabellenletzten der zweiten Fußball-Bundesliga FC Ingolstadt drückt nicht nur der Herbst-Nebel auf die Stimmung. Fünf Punkte aus 13 Ligaduellen lautet die nüchterne Bilanz der Oberbayern. Auf den Relegationsplatz fehlen mittlerweile schon sieben Punkte. Auch der Trainerwechsel mit André Schubert als neuen Chef an der Seitenlinie brachte bislang nicht den erhofften Schwung und die dringend benötigten Punkte im Abstiegskampf.

Den Weg aus der Krise soll jetzt Dietmar Beiersdorfer, der sich fünf Jahre nach seinem Ende beim Hamburger SV als Geschäftsführer bei den Schanzern im aktuellen Fußballgeschäft zurückmeldet, weisen.

Die Zeit beim HSV habe er verarbeitet und Zeit mit Beratungsmandaten und Begleitung von Start-ups genutzt. Dass er das Fußballgeschäft immer noch gut beherrscht, daran lässt Beiersdorfer keine Zweifel: "Von meiner Schlagkraft und meinen Gefühlen, einen Club sportlich zu führen habe ich meines Erachtens nichts eingebüßt", sagt Beiersdorfer im BR-Interview.

Dukaten Didi sucht nach den FCI-Perlen

Großes Selbstvertrauen schadet sicher nicht bei diesem Job, denn kurzfristig soll der 58-Jährige die Ingolstädter in der Liga halten, dafür brauchte es wohl das Comeback von Dukaten Didi, so wurde Beiersdorfer vor langer Zeit in Hamburg genannt, weil er einige Goldstücke wie Rafael van der Vaart auf dem Transfermarkt gefunden hatte.

Zum Blick auf die Ergebnisse kommt "natürlich auch noch dazu, dass viele Verletzte da sind. Dann kommt relativ viel zusammen, und aus der Situation wollen wir uns jetzt befreien, nach vorne gehen", erklärt Beiersdorfer. Eine "große Aufgabe für uns alle".

In der Winterpause "mit angemessenen Mitteln" agieren

Den Ingolstädter Kader will er in der Winterpause trotzdem nicht gleich auf links drehen. "Wir werden versuchen mit angemessenen Mitteln zu agieren." Jetzt sei die Möglichkeit, sich anzusehen, "wo man möglicherweise was machen kann, was machen sollte oder auch nicht".

Dabei sind auch die Spieler in der Pflicht. Jeder habe jetzt "die Möglichkeit, sich so zu beweisen, dass er auch seine Position hier einzementiert". Die Strategie soll später festgelegt werden. Man werde versuchen, "gute Entscheidungen, wie immer sie auch aussehen, zu treffen", erläutert der gebürtige Franke im BR-Interview.

Beiersdorfer will auch bei einem Abstieg an Bord bleiben

Auch wenn der Aufsichtsratsvorsitzende Karl Meier aus der Vertragslaufzeit ein Geheimnis macht: Beiersdorfer will bleiben, auch wenn Ingolstadt absteigt. "Man sollte das nicht immer an Klassen festmachen. Ich glaube, der FCI ist noch ein sehr, sehr junger Verein und hat auch noch viele, viele Jahre vor sich." Und, "da bin ich natürlich an Bord." Erst 2004 wurden die Ingolstädter gegründet.

Führungs-Struktur wie einst in der Bundesliga

Auf einem zuletzt sinkenden Schiff hatte man nach dem Aufstieg auf junge Funktionäre wie Trainer Roberto Pätzold und den sportlichen Leiter Florian Zehe gesetzt. Beide waren ihre Jobs schneller los als die Ingolstädter Autos vom Band rollen.

Jetzt heißt das Motto: Zurück in die Zukunft. Die Struktur mit zwei Geschäftsführern und einem Manager ist dieselbe, wie damals in der ersten Liga. Auch wenn es sich bei einem erst 17 Jahre alten Verein schräg anhört: Beim FC Ingolstadt sehnt man sich nach der guten alten Zeit.

© BR24 Sport/Kilian Medele
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Der FC Ingolstadt will mit dem Comeback von "Dukaten Didi" Beiersdorfer zurück in eine gute Zweitliga-Zukunft.

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