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Bildrechte: picture-alliance/dpa

Cool bleiben oder den Emotionen freien Lauf lassen? Im Aufstiegskampf gibt es für den FC Ingolstadt und den TSV 1860 München nicht den einen Erfolgsweg. Beide Teams wollen am 35. Spieltag einen weiteren wichtigen Schritt machen.

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FC Ingolstadt, 1860 München und das Aufstiegsrennen

Die 3. Liga steuert auf ein packendes Saisonfinale zu: Vier Spieltage stehen noch aus, mit Ingolstadt und 1860 München kämpfen noch zwei bayerische Klubs um den Aufstieg. Die SpVgg Unterhaching will den letzten Strohhalm zum Klassenerhalt greifen.

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Von
  • Bernd R. Eberwein

Die Fußballfans der 3. Liga erwartet ein furioses Saisonfinale: Vier Spieltage stehen noch aus, zwölf Punkte sind zu vergeben - und vier Teams kämpfen um die drei Aufstiegsplätze.

Dynamo Dresden (1./65 Punkte), Hansa Rostock (2./65), der FC Ingolstadt (3./63) und der TSV 1860 München (4./61) wollen sich am 35. Spieltag keine Blöße geben. Nur rechnerisch haben auch Saarbrücken (5./55) und Wehen-Wiesbaden (6./52) noch Chancen. Doch die müssten auf nicht nur einen Ausrutscher des Spitzenquartetts hoffen.

Das Spitzenspiel: Ingolstadt in Rostock

An der Ostsee kommt es zum Topduell des 35. Spieltags. Der FC Ingolstadt ist zu Gast beim Tabellenzweiten Hansa Rostock. In der Hinrunde konnten die "Schanzer" knapp 1:0 gewinnen.

"Es hat den Charakter eines Finales", sagte Ingolstadts Coach Tomas Oral, bevor es in den Flieger nach Rostock ging. Keine Verletzten, keine Ausfälle, "wir können aus dem vollen schöpfen".

An eine Vorentscheidung, egal wie das Spiel endet, glaubt er noch nicht. "Es wird ein Kampf bis zum letzten Spieltag", sagte Oral. Dementsprechend will er auch noch nicht in die psychologische Trickkiste greifen, sondern vertraut darauf, dass seine Mannschaft ohnehin weiß, worum es geht.

"Eine der kürzesten Ansprachen, die ich in den letzten 16 Jahren gehalten habe", prophezeite er für die Partie an der Ostsee vor dem Spiel.

Der Jäger: 1860 München gegen Kaiserslautern

Ganz egal, wie das Spiel zwischen Ingolstadt und Rostock aus geht - der TSV 1860 München darf sich als Verfolger keinen Ausrutscher mehr erlauben. Patzt Ingolstadt, könnten sich die Löwen mit einem Sieg auf Platz drei und damit in die Aufstiegsrelegation schieben.

Gegen Kaiserslautern glückte in der Hinrunde auswärts ein klarer 3:0-Sieg. Doch die Pfälzer stecken noch dick im Abstiegskampf und werden entsprechend engagiert im Grünwalder Stadion antreten.

Die Löwen gehen trotzdem zuversichtlich ins Spiel. "Wir werden mit breiter Brust in die letzten Spieltage gehen", sagte Sportchef Günther Gorenzel - dank des Selbstvertrauens aus zuletzt acht Partien ohne Niederlage: "Und weil wir absolut gar nichts zu verlieren haben."

Gelassenheit auch bei Trainer Michael Köllner: "Bei mir ist das Kribbeln nicht besonders groß ... Mich interessiert nicht, was in Rostock passiert und was Saarbrücken macht."

Der Abstiegskandidat: Unterhaching unter Druck

Für die Spielvereinigung Unterhaching könnte schon am 35. Spieltag der Kapitel 3. Liga nach vier Jahren vorerst wieder beendet sein. Neun Punkte fehlen schon zum Klassenerhalt. Verlieren die Münchner Vorstädter gegen Waldhof Mannheim, könnte der Abstieg schon vorzeitig feststehen - wenn der Tabellen-16. Meppen in Zwickau punktet.

In der Hinrunde hatte noch vieles auf eine entspannte Saison für Unterhaching hingedeutet. 4:1 siegte die Spielvereinigung bei Waldhof. In der Rückrunde könnte Mannheim den vorzeitigen Abstieg besiegeln.

Türkgücü entspannt, Bayern II unter Druck

Weitgehend entspannt kann Neuling Türkgücü München ins Saisonfinale gehen. Bei zehn Punkten Vorsprung vor den Abstiegsplätzen reichen dem Tabellenneunten zwei Zähler aus den letzten vier Partien, um den Klassenerhalt auch rechnerisch ganz sicher zu klopfen.

Meister FC Bayern München II muss auf der Zielgeraden dagegen noch ordentlich punkten: Mit aktuell 35 Zählern stehen die Bayern auf einem direkten Abstiegsplatz, ein Nichtabstiegsrang ist derzeit zwei Punkte entfernt.

Der 35. Spieltag im Überblick

  • FC Hansa Rostock - FC Ingolstadt 04
  • TSV 1860 München - 1. FC Kaiserslautern
  • Hallescher FC - Türkgücü München
  • SC Verl - Dynamo Dresden
  • VfB Lübeck - SV Wehen-Wiesbaden (jeweils Dienstag, 19.00 Uhr)
  • KFC Uerdingen 05 - Viktoria Köln
  • MSV Duisburg - Bayern München II
  • SpVgg Unterhaching - SV Waldhof Mannheim
  • FSV Zwickau - SV Meppen
  • 1. FC Saarbrücken - 1. FC Magdeburg (jeweils Mittwoch, 19.00 Uhr)