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FC Bayerns Präsidenten-Kandidat Hainer will "die Balance finden" | BR24

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Der designierte neue Bayern-Präsident Herbert Hainer will seine neue Aufgabe mit Enthusiasmus angehen. Dass ihn Noch-Präsident Uli Hoeneß als Nachfolger vorgeschlagen habe, erfülle ihn "mit Stolz".

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FC Bayerns Präsidenten-Kandidat Hainer will "die Balance finden"

Heute stellt sich Herbert Hainer auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern München als neuer Präsident zur Wahl. Im Mitgliedermagazin "51" hat er erklärt, wie er sein Amt ausfüllen will.

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Der 65-Jährige will "die Balance finden zwischen sportlichem Erfolg und wirtschaftlicher Stärke einerseits und Nähe zu den Fans und den Mitgliedern auf der anderen Seite". Mit ihm soll der Klub von der Säbener Straße ein bayerischer Verein bleiben, der sich dabei aber auch der Welt öffnet.

"Wir dürfen unsere Identität nicht verlieren. Viele Klubs sind heute kickende Konzerne, zusammengekaufte Haufen. Das kann nicht unser Weg sein." Herbert Hainer

Seine sportlichen Ziele sind passend zum Rekordmeister die höchst erstrebenswerten: "Ich würde natürlich auch gerne mal die Champions League gewinnen. Den Antrieb sollten wir beim FC Bayern haben. Im Basketball wollen wir uns in der europäischen Spitze etablieren", sagte der Präsidentschaftskandidat.

"Nicht mehr ausgeben, als man eingenommen hat"

Ob er dafür auch Transfers jenseits der 100-Millionen-Marke mittragen würde, da will er sich noch nicht festlegen. Fest steht aber, dass er "nicht jeden finanziellen Wahnsinn mitmachen" will. "Wie Uli Hoeneß habe ich gelernt, dass man nicht mehr ausgeben darf, als man eingenommen hat", betonte Hainer.

Expertise als Führungskraft in einem DAX-Konzern

Ihm ist klar, dass "Uli Hoeneß riesige Fußspuren hinterlässt". Hainer vertraut aber auf seine Erfahrung als erfolgreiche Führungskraft in einem international agierenden DAX-Konzern: "Da kann ich sicher Expertise einbringen", sagt er zuversichtlich. Und falls es doch noch Fragen gibt, verweist der vermutlich zukünftige Präsident auf seinen direkten Draht zu seinem Vorgänger: "Die Handynetze am Tegernsee sind intakt – und ich habe in den Jahren schon herausgefunden, wie ich ihn kriegen kann". Hainer glaubt, dass er zusammen mit dem designierten Vorstandschef Oliver Kahn den FC Bayern in eine erfolgreiche Zukunft lenken kann: "Ich bin überzeugt, dass diese Kombination aus fußballerischem und wirtschaftlichen Background sehr gut funktionieren wird".

Tritt in große Fußstapfen

Als Hoeneß seinen Abschied bekannt gab und Hainer das Präsidentschaftsamt vorgeschlagen habe, sei er sehr "überrascht" gewesen": "Ich konnte mir nicht vorstellen, dass er aufhört. Für mich ist Uli Hoeneß der FC Bayern und der FC Bayern Uli Hoeneß. Ich dachte, er macht das gefühlt bis zu seinem Lebensende". Der 65-jährige Niederbayer habe sich aber "geehrt gefühlt" und "nach dem Okay seiner Frau" zugesagt. "Ich wäre sehr stolz, wenn ich dieses Amt ausführen dürfte", betonte Hainer. Schließlich sei er seit seiner Kindheit Bayern-Fan. "Kaiser" Franz Beckenbauer sei sein Idol, sagte der Mann, der seit 18 Jahren bereits im Aufsichtsrat des deutschen Rekordmeisters sitzt.