Zurück zur Startseite
Sport
Zurück zur Startseite
Sport

FC Bayern will Bundesliga-Frust mit Erfolg in Piräus bekämpfen | BR24

© BR

Trainer Niko Kovac, seine Spieler und die Bayernfans in Piräus sind bester Laune. Dabei sorgten die Diskussionen um die Aufstellung für einige Irritationen.

1
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten
  • Artikel mit Video-Inhalten

FC Bayern will Bundesliga-Frust mit Erfolg in Piräus bekämpfen

Nach zwei Bundesliga-Dämpfern strebt der FC Bayern im Champions-League-Gruppenspiel bei Olympiakos Piräus wieder einen Sieg an. Mit einem neuen Auswärts-Vereinsrekord soll der scheidende Präsident Uli Hoeneß von der Königsklasse verabschiedet werden.

1
Per Mail sharen
Teilen

Nach dem 2:2 beim FC Augsburg am Wochenende und dem 1:2 gegen 1899 Hoffenheim vor der Länderspielpause soll heute in der Königsklasse bei Olympiakos Piräus wieder ein Sieg her. Damit könnte die - zusätzlich durch die schwere Verletzung von Niklas Süle - getrübte Stimmung wieder aufgehellt werden. Die eigentlich unspektakuläre Pflichtaufgabe bei den Griechen wäre zur Frustbewältigung durchaus geeignet, birgt aber auch Gefahren.

Statt Triple-Träume Krisenherde bekämpfen

Laut Sportdirektor Hasan Salihamidzic soll die Mannschaft an die Leistung vom 7:2 über Vorjahresfinalist Tottenham Hospur anknüpfen. Die Gala in London glich einer Machtdemonstration per Excellence, die die Münchner sogar vom Triple träumen lassen konnte. Davon redet nur drei Wochen später kaum jemand: Nur ein Zähler aus den letzten beiden Bundesliga-Spielen, der Kreuzbandriss von Abwehrchef Niklas Süle, die löchrige Defensive sowie Diskussionen im Zusammenhang mit den Personalentscheidungen Thomas Müller und Javi Martínez. Das sind gleich mehrere Baustellen auf einmal.

Mit einem Sieg beim vermeintlich schwächsten Gruppengegner könnte sich die Mannschaft von Niko Kovac vorerst freischwimmen. Gleichzeitig besteht aber auch die Gefahr, durch eine weniger gute Leistung in eine Krise zu schlittern. Daran will aber keiner beim FC Bayern denken. Schließlich spricht die Statistik klar für die Münchner: Vier Mal spielten sie gegen Olympiakos, vier Mal gab es klare Siege. Trainer Kovac fordert volle Konzentration. Die Griechen dürfen nicht unterschätzt werden.

"Wir wissen auch, dass wir hier gegen einen sehr starken Gegner spielen, der gegen Tottenham ein 0:2 aufgeholt hat. Dass die Unterstützung durch das Publikum sehr groß sein wird, muss man auch hervorheben." Bayern-Trainer Niko Kovac
© BR/Hans-Peter Pull

Tabellarisch ist für den FC Bayern zwar alles im Lot, aber die beiden letzten Bundesliga-Auftritte und zwei absolute Baustellen sorgen für Aufregung.

Heimstarke Griechen fordern volle Konzentration

Zu Hause im Georgios-Karaiskakis-Stadion ist Piräus brandgefährlich. Das erlebte bereits Tottenham beim 2:2 am ersten Gruppenspieltag. Der Tabellenführer der Superleague Ellada muss allerdings auf die beiden erfahrenen Kicker Vasilios Torosidis und Mathieu Valbuena verzichten. Der Ausfall von Valbuena ist für die Griechen mindestens genauso schwerwiegend wie das Fehlen von Süle für die Münchner. Wen Kovac statt dem verletzten Nationalspieler einsetzen wird, wollte er noch nicht verraten.

Bayern will Auswärts-Vereinsrekord verbessern

Fest steht lediglich, dass das gesamte Team gefordert ist und er die Defensivarbeit als kollektive Aufgabe sieht: "Wir müssen als ganzes Team defensiv so arbeiten, wie wir offensiv arbeiten." Wenn das gelingt, dürfte einem neuen Vereinsrekord nichts im Wege stehen: Die Münchner sind in der Champions League seit zehn Auswärtsspielen ungeschlagen. Das ist die längste Serie dieser Art seit dem Zeitraum von Oktober 2012 bis April 2014. Die letzte Niederlage als Gast in der Königsklasse kassierte der deutsche Rekordmeister beim 0:3 gegen Paris Saint-Germain im September 2017. Diese führte zur anschließenden Trennung von Trainer Carlo Ancelotti.

© dpa-Bildfunk/Sven Hoppe

Bayern-Präsident Uli Hoeneß

Letzte Dienstreise von Präsident Uli Hoeneß

Am 15. November tritt Uli Hoeneß als Präsident und Aufsichtsratschef bei Bayern München ab. Noch befindet er sich aber im Angriffsmodus. Es sei schon erstaunlich, sagte er, "dass sich alle mehr Gedanken um mein Seelenleben machen, als ich selbst". Er habe gar nicht daran gedacht, dass es seine letzte Königsklassen-Dienstreise in diesen Funktionen sei. Es sei "alles wie immer", betonte der 67-Jährige.