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Julian Nagelsmann (M), Trainer FC Bayern,

Bildrechte: dpa-Bildfunk/Tobias Hase
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FC Bayern vor Salzburg: Die Saison steht auf dem Spiel

Für Julian Nagelsmann entscheidet sich im Achtelfinal-Rückspiel gegen Salzburg, wie seine erste Saison als FCB-Coach bewertet wird. Trotz vieler Baustellen im Team gibt sich Thomas Müller selbstbewusst: "Hier steht eine richtig gute Truppe."

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Raphael WeissRaphael Weiss
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Ob die erste Saison von Julian Nagelsmann als FC-Bayern-Trainer als erfolgreich oder als Reinfall bewertet wird, könnte sich am Dienstag entscheiden. Denn "nur" Deutscher Meister werden, das reicht bei Bayern München aktuell einfach nicht mehr aus.

Zwei frühe K.o. in DFB-Pokal und Champions League wären das, was letzten Endes hängenbleiben würde, sollten sich die Münchener im Champions-League-Achtelfinale gegen Salzburg (Dienstag, 21 Uhr, in der Radio-Livereportage) nicht durchsetzen können.

Nagelsmann: "Guter Dinge, dass alle Spieler die gleichen Ansprüche haben"

"Wenn das nicht positiv ausgeht, dann ist es keine besondere Saison", sagte Nagelsmann bei der Pressekonferenz am Montag, doch wirkte nicht so, als ob ihn diese Aussicht sonderlich beeindrucke: "Ich bin sehr, sehr guter Dinge, dass alle Spieler die gleichen Ansprüche haben, wie der Verein."

Viele Baustellen in der Mannschaft

Und doch ist das Spiel gegen die Österreicher für den 34-Jährigen und seine Mannschaft eine echte Herausforderung. Schon beim 1:1 im Hinspiel taten sich die Münchner schwer. Und auch drei Wochen später sind die Baustellen im Team noch immer die gleichen.

Da ist zu einem der Spielaufbau: Einfache Fehler hatten Gegner zuletzt immer wieder zu Chancen eingeladen. Auch weil die Spieler sich unter Nagelsmann noch immer schwer tun, zwischen der bayerntypischen spielerischen Lösung und der Not-Variante, unter Druck weite Bälle zu schlagen, zu wählen. "Aktuell entscheiden sich die Spieler bei diesen 50:50-Entscheidungen oft nicht richtig", so Nagelsmann.

Probleme in Defensive und Offensive

Dann gibt es Probleme in der Defensive. Der Bayern-Coach vermisst nicht nur die Kommunikation zwischen den Spielern, sondern auch den ehemaligen Abwehrchef: "Wir haben David Alaba verloren, der extrem viel gesprochen hat. Jetzt haben wir Spieler, die in den letzten Jahren nicht viel gespielt haben oder es gewohnt waren, dass andere mehr kommunizieren. Das dauert, bis sie in diese Rolle hineinwachsen"

Und zu guter Letzt lief es bei seinem Team auch in der Offensive nicht so, wie man es vom FC Bayern gewohnt ist. Nagelsmann monierte, dass Robert Lewandowski nicht genug in Szene gesetzt wurde: "Wenn du den Lewy in der Mannschaft hast, dann hilft es natürlich, wenn er viele Bälle hat", so der gebürtige Landsberger.

Corona-Ausbruch bei Salzburg

Doch all der Baustellen zum Trotz: Angst scheint Nagelsmann nicht zu haben. Das mag zum einen daran liegen, dass gegen Salzburg Manuel Neuer wieder in die Startelf zurückkehren dürfte. Zum anderen, weil Salzburg keine optimale Vorbereitung hatte: 15 positive Corona-Testergebnisse gab es bei RB kurz nach dem Hinspiel.

Ein Vorteil, den die Münchner auch ausnutzen wollen: "Wir müssen das Tempo 90 Minuten hochhalten. Im Hinspiel ist ihnen nach 60 Minuten ein bisschen die Luft ausgegangen. Die vergangenen zwei Wochen hatten sie viele Corona-Fälle und konnten nicht durchgehend trainieren", sagte Nagelsmann.

Müller: In Salzburg infiziert?

Auch Thomas Müller hatte mit dem Virus zu kämpfen und deutete in der Pressekonferenz an, dass das auch am Auswärtsspiel in Salzburg gelegen haben könnte: "Ich bin bei mir auf Spurensuche gegangen, wo ich's herhabe. Es muss ja irgendwo auf dem Weg von Salzburg nach Greuther Fürth passiert sein. Aber das soll jetzt hier nicht Thema sein", sagte Müller und wechselte dann schnell das Thema, das er selber gesetzt hatte.

Müller: "Bewusst, welche Verantwortung wir haben"

Der Bayern-Stürmer zeigte sich auf der Pressekonferenz selbstbewusst und blickte mit Vorfreude auf die kommenden Wochen. "Bundesliga, Bundesliga, Bundesliga. Samstag für Samstag. Das sind wir Spieler nicht gewohnt. Samstag - Mittwoch - Samstag - Mittwoch. Das ist der Rhythmus, den wir kennen. Und dafür müssen wir morgen den Grundstein legen. Uns ist bewusst, welche Verantwortung wir da morgen haben", sagte Müller.

Der Offensiv-Spieler zeigte, dass er das Spiel zwar nicht auf die leichte Schulter nehmen werde, doch allzu große Zweifel am Weiterkommen scheinen beim 32-Jährigen nicht zu bestehen: "Im Hinspiel hat man gesehen, was Salzburg kann", sagte Müller und schränkte ein: "In Kombination mit ihrem Publikum - und mit dem Spielverlauf. Der lief nicht unbedingt für uns. Wir haben Respekt vor Salzburg. Dennoch müssen wir unsere Mannschaft anschauen und sehen: Hier steht eine richtig gute Truppe."

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