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Ex-Bayernspieler Sandro Wagner beendet Karriere | BR24

© Picture alliance/dpa

Sandro Wagner im Trikot des FC Bayern München

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    Ex-Bayernspieler Sandro Wagner beendet Karriere

    Der ehemalige Nationalspieler Sandro Wagner beendet im Alter von 32 Jahren seine Karriere. Die hatte er beim FC Bayern München begonnen, später holte er hier drei Deutsche Meisterschaften. Zuletzt stand er bei Tianjin Teda in China unter Vertrag.

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    "Ich bin unglaublich dankbar, dass mir der Fußball ein wunderbares Leben ermöglicht hat. Ich habe all meine Ziele und Träume verwirklichen können", mit diesen Worten erklärte der langjährige Bundesliga-Profi sein Karriereende als aktiver Spieler. Der Abschied erfolgt ohne Groll oder Wehmut: "Ich habe die lange Reise sehr genossen und möchte mich einfach nur bedanken."

    Vom Bayern-Jugendspieler zum Double-Gewinner

    Wagner hatte im Alter von drei Jahren beim FC Hertha München mit dem Fußballspielen begonnen. Im Jahr 1995 war er in die Jugendabteilung des FC Bayern München gewechselt. Nach dem Durchlaufen sämtlicher Nachwuchsmannschaften inklusive der Regionalligamannschaft gab er am 11. August 2007, in der 87. Minute für Miroslav Klose eingewechselt, sein Bundesligadebüt. In der gleichen Saison wurde er erstmals Deutscher Meister und Pokalsieger mit dem FC Bayern. Nach den weiteren Stationen beim MSV Duisburg, in Bremen, Berlin, Darmstadt und Hoffenheim kehrte Wagner zurück zum FC Bayern. Dort holte er 2018 eine weitere Deutsche Meisterschaft sowie im folgenden Jahr das Double. Den Ausklang seiner Karriere erlebte er in China. Erst in der vergangenen Woche hatte er seinen Vertrag bei Tianjin Teda aufgelöst.

    Stolz über das Nationaltrikot - trotz Ärger wegen Nicht-Nominierung

    Als Nationalspieler wurde Wagner U21-Europameister und half mit, den Confed Cup 2017 zu gewinnen. "Das Nationaltrikot zu tragen hat mich mit besonderem Stolz erfüllt", äußerte Wagner. Und das, obwohl er dieses Trikot nicht ohne Groll abgegeben hatte. Das hatte er nach der Nicht-Nominierung für die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland abgelegt. Die Begründung lautete damals: "Für mich ist klar, dass ich mit meiner Art, immer offen, ehrlich und direkt Dinge anzusprechen, anscheinend nicht mit dem Trainerteam zusammenpasse". Bundestrainer Joachim Löw hatte daraufhin die Kritik "scharf zurückgewiesen". Wagners Reaktion sei "überzogen", er stelle Führungsspieler als "Vollidioten" dar.

    Ein Jahr Pause und dann Trainerausbildung

    Jetzt blickt Wagner aber in die Zukunft. Er kündigte an, "im September seine Trainer-Ausbildung in einem DFB-Sonderkurs" zu starten: "Mein Plan ist es, im kommenden Sommer in den Trainer-Bereich einzusteigen". Bis dahin mache er aber nun erst mal ein Jahr Pause: "Ich genieße die Zeit mit seiner Familie, der ich am meisten danken möchte. Dafür, dass sie immer für mich da war - obwohl ich in der Profizeit nicht immer bei meiner Frau und meinen Kindern sein konnte".