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FC Bayern und Trainer Kovac gehen getrennte Wege | BR24

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FC Bayern und Trainer Niko Kovac trennen sich einvernehmlich.

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FC Bayern und Trainer Kovac gehen getrennte Wege

Nach dem 1:5-Debakel gegen Eintracht Frankfurt haben sich der FC Bayern München und Trainer Niko Kovac einvernehmlich getrennt. Das teilte der Verein am Abend mit. Nun übernimmt erst einmal Co-Trainer Hans Flick.

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Nach einem "offenen und seriösen Gespräch mit einem einvernehmlichen Ergebnis" haben sich Trainer Niko Kovac und der FC Bayern München zur Trennung entschieden. Der Coach hatte dem Verein seinen Rücktritt als Trainer angeboten. Das bestätigten die Münchner am Abend. Bis auf Weiteres wird Co-Trainer Hans Flick die Mannschaft betreuen. Er wird die Mannschaft auch auf die wichtigen Spiele in der Champions League gegen Olympiakos Piräus am kommenden Mittwoch und gegen Borussia Dortmund am kommenden Samstag vorbereiten.

"Die Leistungen unserer Mannschaft in den vergangenen Wochen und auch die Resultate haben uns gezeigt, dass Handlungsbedarf bestand. Uli Hoeneß, Hasan Salihamidzic und ich haben mit Niko auf dieser Grundlage am heutigen Sonntag ein offenes und seriöses Gespräch geführt mit dem einvernehmlichen Ergebnis, dass Niko nicht mehr Trainer des FC Bayern ist. Wir alle bedauern diese Entwicklung. Ich möchte mich im Namen des FC Bayern bei Niko Kovac für seine Arbeit, besonders für den Gewinn des Doubles in der vergangenen Saison bedanken." FC Bayern-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge

Kovac: "Richtige Entscheidung"

"Ich erwarte jetzt von unseren Spielern eine positive Entwicklung und absoluten Leistungswillen, damit wir unsere Ziele für diese Saison erreichen", sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic. Niko Kovac erklärte: "Ich denke, dass dies zum jetzigen Zeitpunkt die richtige Entscheidung für den Klub ist. Die Ergebnisse und auch die Art und Weise, wie wir zuletzt gespielt haben, haben mich zu diesem Entschluss kommen lassen."

FC Bayern zuletzt ohne Glanz

Schon in den letzten Spielen vor der 1:5-Niederlage bei der Eintracht zeigten sich die Münchner ohne Glanz und Souveränität: Bei den Siegen gegen Union Berlin, Piräus und den VfL Bochum fehlte es an spielerischer Leichtigkeit, die Zweifel an Kovac wurden immer lauter.

Kovac mit zu wenig Selbstkritik

Zuletzt war es nicht nur die fehlende sportliche Konstanz, die dem Trainer vermehrt Kritik einbrachte. Mit dem überflüssigen "Not-am-Mann"-Kommentar zum häufig als Reservisten eingesetzten Thomas Müller machte sich Kovac keine Freunde, nach schwachen Spielen nahm er stärker die Profis in die Kritik und sich selbst davon aus.

Auch dass der 48-Jährige seine Stärken als Trainer in den Punkten Kompaktheit und Defensiv-Verhalten hat, war zuletzt überhaupt nicht mehr zu sehen. 16 Gegentore sprechen eine klare Sprache: Das sind mehr als bei Aufsteiger Union Berlin und so viele wie zu diesem Saisonzeitpunkt zuletzt unter Jürgen Klinsmann im Jahr 2008.

Kovac stand bereits letzten Herbst zur Diskussion. Die vergangene Spielzeit endete trotz Krise mit dem Double, doch selbst die beiden nationalen Titelgewinne räumten die grundsätzlichen Zweifel an Kovac bis zuletzt nicht aus.