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FC Bayern: Steigerung wichtiger als das "Orakel" | BR24

© picture-alliance/dpa

Hansi Flick bedankt sich bei Thomas Müller und Leon Goretzka

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    FC Bayern: Steigerung wichtiger als das "Orakel"

    Für Triple-Sieger FC Bayern München geht eine holprige Hinrunde zu Ende. Trotzdem gibt es auch Anlass zu Optimismus und Freude - der Rekordmeister grüßt trotz Schwächephase von Platz eins und Robert Lewandowski ist wieder mal auf Rekordjagd.

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    • BR24 Sport

    Das zweite Triple in der Vereinsgeschichte werden die Bayern in dieser Saison nicht wiederholen können. Das überraschende Aus in der zweiten Runde des DFB-Pokals bei Zweitligist Holstein Kiel war vielleicht der emotionale Tiefpunkt einer schwierigen Hinrunde, die für die Mannschaft von Trainer Hansi Flick am Mittwoch in Augsburg endet. Ob die kleine Schwächephase nach dem Sieg gegen den SC Freiburg überwunden ist, muss sich erst noch herausstellen.

    Hinrunden-"Orakel" spricht für nächste Meisterschaft

    Immerhin: Nach den zwei Pleiten in Mönchengladbach und Kiel meldeten sich die Bayern zurück und machten so die Hinrunden-Meisterschaft klar - auch weil die Konkurrenten aus Leipzig, Leverkusen oder Dortmund zuletzt ebenfalls schwächelten. Den Bayern gelang dieses Kunststück bereits zum 24. Mal. Nur dreimal reichte es danach nicht zum Titel. Lediglich Mönchengladbach (1971), Bremen (1993) und Dortmund (2012) fingen die Bayern noch ab.

    In Augsburg und Schalke nachlegen

    Die Englische Woche mit den zwei Auswärtspartien in Augsburg (Mittwoch, 20.30 Uhr) und auf Schalke bieten die Chance, sich sogar noch weiter von den Verfolgern abzusetzen. Flick schwor seine Bayern-Stars daher gleich auf die nächsten Aufgaben ein: "Wir wollen da raus, wieder dominanter spielen und uns das Leben nicht ganz schwer machen", sagte er nach dem am Ende etwas glücklichen 2:1 gegen Freiburg. "Da gehört eine Entwicklung dazu, das kann man nicht von Heute auf Morgen mit einem einfachen Schalter ein- und ausschalten."

    © picture-alliance/dpa

    Robert Lewandowski

    Erste Verbesserungen offensiv wie defensiv

    Abgerechnet, das weiß Flick, wird aber zum Schluss". Deshalb nannte er es "enorm wichtig", sich ein kleines Punktepolster verschafft zu haben. Die vorzeitig gesicherte Hinrundenmeisterschaft fand er dagegen "weniger interessant". Viel entscheidender sei nun, dass seine Stars den wieder eingeschlagenen Erfolgsweg auch im Derby beim FC Augsburg und kommenden Sonntag bei Schalke 04 weiter beschreiten.

    Verbesserungen, das zeigte auch Freiburg, sind dabei weiter zwingend erforderlich. Flicks Mängelliste war lang. Die Offensive um die Torschützen Robert Lewandowski (6.) und Thomas Müller (74.) "muss einen Tick entschlossener und kaltschnäuziger sein", so Flick. Im Spielaufbau und in der Defensive wünschte sich Flick "bessere Kompaktheit". Und grundsätzlich, dass seine Mannschaft "dominanter" spielt.

    Lewandowski schon wieder auf Rekordjagd

    In anderen Bereichen scheint er nach den jüngsten Niederlagen die richtigen Schalter umgelegt zu haben. Die Bayern führten ihre Zweikämpfe entschlossener, agierten nach vorne mutiger und fanden zumindest phasenweise wieder zu ihrem Pressing-Stil.

    Vor dem Führungstreffer gelang so sogar ein wunderschöner Angriff über Serge Gnabry und Müller, den Lewandowski zu seinem 21. Saisontreffer nutzte - Hinrundenrekord, schon jetzt. Der Pole jagt damit wieder den Uraltrekord von Gerd Müller, der einst 40 Saisontreffer schaffte.

    Weitere Steigerung nötig

    Flick begrüßte zudem, dass es endlich wieder lauter war auf dem Platz: "Genau so stelle ich es mir vor, das war gutes Coaching zwischen den Spielern und genau die richtige Entwicklung."

    Für Augsburg und Schalke, betonte Flick daher, "müssen wir nochmal einen Tick an unserer Leistung drehen". Ob Serge Gnabry dabei mithelfen kann, ist offen. Die muskulären Probleme des Flügelstürmers, meinte Flick, seien aber nicht gravierend. Auch das dürfte ihn aktuell deutlich mehr interessieren als irgendwelche Herbst-, Winter- oder andere Zwischen-Meisterschaften.