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FC Bayern steht wieder im DFB-Pokalfinale | BR24

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Der FC Bayern München steht nach einem 2:1-Sieg gegen Eintracht Frankfurt im Finale des DFB-Pokals.

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FC Bayern steht wieder im DFB-Pokalfinale

Der Traum vom "Triple" lebt weiter beim FC Bayern München. Im Juli fährt der Rekordpokalsieger nach dem 2:1 im Halbfinale gegen Eintracht Frankfurt wieder nach Berlin, wo im DFB-Pokalfinale Bayer Leverkusen wartet.

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Von
  • Wolfram Porr

Das "Geister-Halbfinale" gegen Eintracht Frankfurt - das Team, das die Bayern 2018 beim Endspiel in Berlin noch mit 3:1 schlug - gestalteten die Münchner mehr als souverän. Am Ende hieß es dank der Treffer von Ivan Perisic (14.) und Robert Lewandowski (75.) doch 2:1 (1:0). Es war eine klare Sache für die Bayern, die es in der ersten Halbzeit versäumten, höher in Führung zu gehen.

Die Bayern stehen damit zum dritten Mal nacheinander im Finale von Berlin. Am 4. Juli heißt der Gegner im Olympiastadion Bayer Leverkusen, das sich am Dienstag im ersten Halbfinale mit 3:0 bei Viertligist 1. FC Saarbrücken durchgesetzt hatte.

"Gefühlt bin ich alles andere als zufrieden heute. Summa summarum war es eines der pomadigsten Halbfinals, die ich so in Erinnerung habe." Thomas Müller
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"Summa summarum war es eines der pomadigsten Halbfinals, die ich so in Erinnerung habe", sagt Thomas Müller.

Pure Bayern-Dominanz in der ersten Halbzeit

"Das war die pure Dominanz. Die Bayern sind einfach unfassbar kreativ", analysierte ARD-Fußballexperte Thomas Broich die ersten 45 Minuten im Ersten. Allerdings gingen sie auch äußerst fahrlässig mit ihren Chancen um. Allein Robert Lewandowski hatte zweimal (8./31.) die Gelegenheit, das Ergebnis höher zu schrauben. Auch Kingsley Coman verstolperte eine hochkarätige Chance, als er allein vor Eintracht-Keeper Kevin Trapp zum Schuss kam, aber nicht richtig traf (25.).

Den ersten Treffer markierte ausgerechnet Ivan Perisic - der Mann, der erst aufgrund der kurzfristig aufgetretenen Verletzung von Serge Gnabry (Rückenprellung) in die Startelf gerückt war. Eigentlich war der Ball schon verloren, doch die Bayern erkämpften sich ihn zurück. Die Torvorlage kam wieder einmal von Thomas Müller, der direkt weiterspielte und den Ball zielgenau auf Perisic chippte, der ihn schließlich zur Führung einköpfte.

Frankfurt dreht nach der Pause auf

Nach der Pause bot sich ein ganz anderes Bild. Die Gäste, die ohne den gesperrten Filip Kostic auskommen mussten, hatten nun mehr Zugriff auf ihre Gegenspieler, entschieden deutlich mehr Zweikämpfe für sich, gewannen mehr zweite Bälle und waren nun der erwartet eklige Gegner für die Bayern. Ein ums andere Mal tauchten die Hessen nun auch im Bayern-Strafraum auf, wo es allerdings selten mal wirklich brenzlig für den Kasten von Manuel Neuer wurde.

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Alphonso Davies im Zweikampf mit dem Ex-Münchner Sebastian Rode

Danny da Costa macht's spannend - Lewandowski schlägt zurück

Die erste gute Chance der Frankfurter war dann gleich drin: Der gerade eingewechselte Danny da Costa reagierte nach Vorarbeit des ebenfalls eingewechselten Daichi Kamada, der den Ball gegen schläfrige Bayern-Verteidiger festmachte und weiterleitete, am schnellsten und markierte mit links das 1:1 (69.).

Die Bayern, bei denen Trainer Hansi Flick schon vor dem Gegentreffer Thiago und Lucas Hernandez für Coman und Perisic gebracht hatten, zeigten nun endlich eine Reaktion. Erst hatte Müller das 2:1 auf dem Fuß (73.), scheiterte aber noch an Trapp. Kurz danach war es dann Robert Lewandowski, der den Favorit wieder in Führung brachte. Wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung von Alphonso Davies zählte der Treffer zunächst nicht, nach Videobeweis dann aber doch.

Eine Viertelstunde blieb der Eintracht noch, und sie versuchten nun mehr Druck zu machen. Lucas Torro hatte nochmal die Möglichkeit auszugleichen, war aber wohl überrascht, dass er in der 79. Minute frei zum Kopfball kam und zielte zu hoch. Danach verwalteten "pomadige" Münchner (Thomas Müller) mit Glück und Geschick das 2:1, das ihnen die insgesamt 24. Teilnahme an einem DFB-Pokalfinale beschert.

FC Bayern München - Eintracht Frankfurt 2:1 (1:0)

FC Bayern: Neuer - Pavard, J. Boateng, Alaba, Davies - Kimmich, Goretzka (86. Martinez) - Thomas Müller - Coman (61. Thiago), Lewandowski, Perisic (62. Hernandez). - Trainer: Flick

Frankfurt: Trapp - Abraham, Hinteregger, Ndicka - Ilsanker (77. Torro) - Toure (66. da Costa), Chandler, Kohr (77. Dost), Rode - Gacinovic (66. Kamada) - Silva. - Trainer: Hütter

Tore: 1:0 Perisic (14.), 1:1 da Costa (69.), 2:1 Lewandowski (75., nach Videobeweis)

Zuschauer: keine

Schiedsrichter: Marco Fritz (Korb)