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FC Bayern steckt Kritik für Trainingslager in Katar ein | BR24

© imago images/ULMER Pressebildagentur

FC-Bayern-Fans protestieren mit einem Banner

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FC Bayern steckt Kritik für Trainingslager in Katar ein

Seit Jahren bereitet sich der FC Bayern München in Katar auf die Rückrunde vor. Und immer wieder stecken die Vereinsoberen aufgrund der Menschenrechtssituation in dem Land Kritik ein - auch am Rande des letzten Spiels des Jahres gab es Proteste.

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In der Südkurve der Allianz Arena sind die wahren Fans des FC Bayern zu finden - diejenigen die, wie es in der Vereinshymne heißt, in "guten wie in schlechten Zeiten zueinander stehen". Doch deswegen müssen diese nicht immer alles gut finden, was der Verein so macht - wie zum Beispiel das Trainingslager des Rekordmeisters in Katar.

Dem Wüstenstaat wurde mehrfach vorgeworfen, Menschenrechte zu missachten. Der Ausrichter der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 steht auch wegen der Arbeitsbedingungen im Vorfeld der WM unter Beobachtung. Die Gastarbeiter müssten laut Amnesty International unter teils lebensgefährlichen Bedingungen arbeiten und erhielten kaum Lohn.

"Die Recherchen zeigen auf, dass noch viel zu tun ist, um die Rechte von etwa zwei Millionen Arbeitsmigrantinnen und -Migranten im Land in vollem Umfang zu achten und zu schützen." Amnesty International

"... und wieder fliegen die Menschenrechte davon ..."

Im letzten Heimspiel im Jahr 2019 gegen den VfL Wolfsburg machten die Bayern-Fans mit einem Banner ihrem Unmut über Katar Luft: "und wieder fliegen mit Kafala Airways die Menschenrechte davon!" war darauf zu lesen. Nicht zum ersten Mal kritisieren die Anhänger die Partnerschaft mit dem Emirat. Auch auf der letzten Jahreshauptversammlung im November war Katar Thema, wo sich der FCB vom 4. bis 10. Januar auf die Rückrunde vorbereitet.

Rummenigge verteidigt Partnerschaft mit Katar

Doch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge verteidigt die umstrittene Zusammenarbeit von Bayern München mit dem Wüstenstaat. "Ich weiß, dass der ein oder andere das vielleicht kritisch sieht, muss aber auch eins klar und deutlich sagen: Seit Bayern München Partner von Katar ist, hat es nachweislich eine Entwicklung in Sachen Menschen- und Arbeiterrechte zum Positiven gegeben", so Rummenigge.

Auch die Partnerschaft mit der Fluglinie Qatar Airways hatte ein Fan auf der Versammlung kritisiert, in der Südkurve der Allianz Arena gab es bereits mehrfach Protest gegen den Sponsor. "Der Dialog verbessert Dinge, das Ignorieren und Kritisieren - wie es in unserem Land regelmäßig stattfindet - hilft nicht, eine Situation zu verändern", sagte Rummenigge: "Wir haben erreicht, dass sich viele Dinge verändern durch den Fußball." Was es genau sich in Katar dank des FC Bayern geändert hat, konnte der Bayern-Boss allerdings nicht näher benennen.

© BR24 Sport

Wortmeldung bei der Jahreshauptversammlung des FC Bayern München: Ein Mitglied kritisiert die Partnerschaft des Klubs mit dem Wüstenstaat Katar.

Eindeutiges Statement der Südkurve

Bei seiner Rückkehr aus dem letzten Trainingslager in Katar hatten die Fans in der Südkurve eine Überraschung parat und gaben mit einem Banner ein eindeutiges Statement ab. "Hervorragende Trainingsbedingungen" stand darauf und abgebildet waren Rummenigge und Uli Hoeneß mit Dollarzeichen auf den Augen. Mal sehen, was die Südkurve sich diesmal beim ersten Heimspiel des FC Bayern im neuen Jahr am 25. Januar gegen Schalke einfallen lässt.

© imago images/ Pressefoto Baumann

Eindeutiges Statement der Südkurve: "Hervorragende Trainingsbedingungen"