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FC Bayern schwächelt: Wieder Spannung im Bundesliga-Titelkampf | BR24

© picture alliance / Jan Huebner

Enttäuschung nach der 1:2-Niederlage in Frankfurt: Lucas Hernandez (links) und Robert Lewandowski vom FC Bayern München.

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    FC Bayern schwächelt: Wieder Spannung im Bundesliga-Titelkampf

    Von wegen Münchner Alleingang zur nächsten Meisterschaft in der Fußball-Bundesliga. Seit dem Klub-WM-Titel stockt es beim FC Bayern. Nach dem Unentschieden gegen Bielefeld und der Niederlage gegen Frankfurt ist es wieder spannend.

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    • BR24 Sport

    Der deutsche Rekordmeister hat nach dem Sieg bei der Klub-WM in Katar aus zwei Partien in der Bundesliga nur einen Punkt geholt: Dem 3:3 gegen Arminia Bielefeld folgte eine 1:2-Niederlage bei Eintracht Frankfurt. Die Hessen setzten ihre Super-Serie mit elf ungeschlagenen Spielen fort und brachten wieder neue Spannung in den Titelkampf der Fußball-Bundesliga. Mit einem 3:0-Sieg bei Hertha BSC Berlin ist RB Leipzig bis auf zwei Zähler an die Münchner herangerückt.

    Personalsorgen und hohe Belastung

    Bei den Bayern machten sich die vielen Ausfälle bemerkbar: Thomas Müller und Benjamin Pavard fehlten wegen einer Corona-Infektion, Serge Gnabry und Corentin Tolisso sind verletzt und die gerade erst von einer Corona-Infektion zurückgekehrten Leon Goretzka und Javi Martinez waren noch kein Thema für die Startelf.

    Nach Ansicht von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hängt die jüngste Schwächephase auch mit der hohen Belastung zusammen: "Die ganze Saison ist anstrengend, wir spielen jeden dritten Tag, die Spieler sind natürlich beansprucht." Als größtes Problem der Münchner in dieser Saison sieht Rummenigge, "dass wir manchmal zu inkonsequent sind, wir ersparen uns manchmal den letzten Meter." Dies führe dann häufig zu Rückständen. "Dann wird es natürlich anspruchsvoll", erklärte der Bayern-Boss im "aktuellen Sportstudio" im ZDF.

    Am Dienstagabend tritt Titelverteidiger FC Bayern München in der Champions League bei Lazio Rom an. Da müssen die Profis ein anderes Gesicht zeigen als in den letzten beiden Bundesliga-Spielen, um nicht frühzeitig aus dem Wettbewerb zu fliegen.

    Angespannte Situation beim Rekordmeister

    Generell hat der FC Bayern gerade mehrere Baustellen offen und kämpft mit seinem Image: Die Reise nach Katar zur Klub-WM mit dem Anreise-Chaos, die Corona-Fälle innerhalb der Mannschaft, die verunglückten Aussagen von Trainer Hansi Flick zum Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, Rummenigges Äußerung zur Impfreihenfolge und der Abgang von David Alaba.

    Rummenigge verteidigt Impf-Aussagen

    Rummenigge musste für seine Aussagen in den vergangenen Wochen viel Kritik einstecken. Er hatte gesagt: "Lässt sich beispielsweise ein Spieler des FC Bayern impfen, wächst das Vertrauen in der Bevölkerung." Im Sportstudio stellte er nochmal klar, dass dies missverstanden worden sei: "Wir wollen uns in keinster Weise vordrängeln", so der 65-Jährige zu der Debatte über eine mögliche Bevorzugung von Profisportlern beim Impfen. Rummenigge wollte lediglich mit der Aussage anregen, dass Fußball-Profis als Impfvorbilder in der Bevölkerung dienen könnten. Diese gelte selbstverständlich nur dann, "wenn es genügend Impfstoff gibt."

    "Wir sind überhaupt nicht arrogant, wir verlangen überhaupt keine Sonderrolle. Der Fußball hat nach wie vor Demut. Wir sind alle in unserem Land angespannt. Es ist nicht so einfach - auch nicht für den Fußball." Karl-Heinz Rummenigge

    Rummenigge beansprucht UEFA

    Der Bayern-Boss verteidigte auch die Reisen der Fußball-Vereine im Europapokal: "Man darf dem deutschen Fußball da keinen Vorwurf machen. Das sind keine Entscheidungen der Klubs, das ist eine Entscheidung der UEFA", sagte er mit Blick auf die Europäische Fußball-Union. "Die Alternative wäre, nicht mehr an der Champions League teilzunehmen."

    RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach verlegten wegen der aktuellen Reisebeschränkungen ihre Achtelfinalspiele nach Budapest.

    Neuer Süle-Vertrag nur "zu gewissen Konditionen"

    Rummenigge betonte, dass es das Ziel der Münchner sei, die guten deutschen Nationalspieler an sich zu binden. Dies gilt auch im Fall des 25-jährigen Innenverteidigers Niklas Süle, dessen Vertrag am 30. Juni 2022 ausläuft. "Es werden jetzt Gespräche geführt, dann werden wir sehen, zu welchem Ergebnis die führen", so Rummenigge. Der Vorstandsvorsitzende betonte aber auch, dass der Verein auf die knapperen Finanzen in der Corona-Krise achten muss. Insofern gilt: "Wenn wir eine Lösung finden, sind wir grundsätzlich gern bereit, den Vertrag zu verlängern, aber das wird nur zu gewissen Konditionen möglich sein."

    Als Ersatz für den am Ende der Spielzeit scheidenden Abwehrchef David Alaba hat der FC Bayern bereits den 22-jährigen Dayot Upamecano von RB Leipzig verpflichtet.