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FC-Bayern-Pressekonferenz sorgt für Spott im Internet | BR24

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© BR Sport/Philipp Nagel

Ein denkwürdiger Tag beim FC Bayern München: Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß gingen aufs schärfste gegen Medien- und Verlagshäuser vor. Selbstkritik kam bei dieser Generalabrechnung dagegen nicht vor.

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FC-Bayern-Pressekonferenz sorgt für Spott im Internet

Die Verantwortlichen des FC Bayern München haben in einer denkwürdigen Pressekonferenz zu einem Rundumschlag gegen die Medienkritik der vergangenen Tage angesetzt. Im Netz ernteten Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß und Hasan Salihamidzic viel Spott.

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© picture-alliance/dpa

FC-Bayern-Pressekonferenz auf einem TV-Gerät

Man konnte erwarten, dass sich an diesem Freitagvormittag in der Säbener Straße auf dem Gelände des FC Bayern München etwas Denkwürdiges abspielen könnte. Eine außerplanmäßige Pressekonferenz mit Präsident Uli Hoeneß, Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Sportdirektor Hasan Salihamidzic? Es durfte vermutet werden, dass sich das Führungstrio mit markigen Worten vor den zuletzt kritisierten Trainer und die Mannschaft stellt.

Aber dass es fast zu einem Rundumschlag kommt, der seinesgleichen sucht? Und die Bayern gleich mit fünf Begriffen in den Trendthemen bei Twitter landen? #FCBPK, Hoeneß, Grundgesetz, Die Würde des Menschen und der FC Bayern fanden in kürzester Zeit den Weg in die Topthemen des Kurznachrichtendienstes.

Die Bayern-Bosse widersprechen sich

Für virtuelles Kopfschütteln sorgte vor allem, dass sich Rummenigge und Hoeneß schon während der Pressekonferenz widersprachen. Schoss Rummenigge zu Beginn gegen die "Polemik" in den Medien und darum, dass es nicht mehr um "Würde und Anstand" gehe, polterte Hoeneß nur wenige Minuten später los, als es um den Verkauf von Verteidiger Juan Bernat ging, der einen "Scheißdreck" gespielt habe und dem Klub fast die Champions League gekostet habe.

Auch Leverkusens Karim Bellarabi - er verletzte im Bundesligaspiel Bayern-Verteidiger Rafinha bei einem Foul verletzt - hatte von Hoeneß sein Fett wegbekommen vor wenigen Wochen ("Das war geisteskrank"). So viel Pendeln zwischen den Extremen konnten die Twitterer dann doch nicht ab.

Die Bayern gegen die Medien - wer gewinnt?

Kontrovers wurde Hoeneß' namentlicher Angriff auf die Medien gegen die Springerpresse und den Nachrichtensender n-tv aufgenommen. Den meisten Usern scheint klar, dass die Schärfe in der bayernkritischen Berichterstattung in Zukunft eher zunehmen könnte.

Oder sollten sich die Medienvertreter einfach überlegen, ihre FC-Bayern-Berichterstattung erst einmal zu reduzieren? Die Fußballfans im Netz würden etwas weniger FC Bayern in den Medien offenbar gar nicht so schlecht finden. Wäre also ein Presseboykott sinnvoll? Aber wer gibt den Bayern-Bossen dann Kontra?

Kopfschütteln über Bayern-Bosse, aber auch humorvolle Reaktionen

Auch wenn einige Twitterer wohl irgendwo zwischen Fassungslosigkeit und Fremdschämen pendelten: Ein Teil der Twitter-Gemeinde nahm die denkwürdige Pressekonferenz auch mit Humor. Schließlich geht's ja um die Bayern - und was sich liebt, das neckt sich, möchte man meinen. Neue Freunde hat sich der FC Bayern durch den Auftritt seines Führungstrios aber definitiv nicht gemacht.

Ein Lied für die Bayern

Vermutlich wird in den nächsten Stunden und Tagen die Fassungslosigkeit immer mehr Spott und Hohn für die Bayern-Verantwortlichen weichen. Vor allem Comedy-Anbieter und Satiriker reiben sich jetzt schon die Hände. Und deshalb beenden wir auch diesen kurzen Twitter-Rundgang mit Humor und einem Liedchen - mit Dank an die extra3-Kollegen des NDR. Los geht's, ein Lied, zwo, drei, vier ...