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Abschied von Leistungsträger Jerome Boateng

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    FC Bayern-Präsident Hainer: Keine großen Sommertransfers möglich

    Der FC Bayern will sich beim Personaleinkauf für die neue Saison zurückhalten. In der Breite soll verstärkt werden, im Sommer seien aber keine großen Transfers mehr möglich, erklärte Präsident Herbert Hainer auf der Homepage des Rekordmeisters.

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    Von
    • Taufig Khalil

    Die Bayern wollen sich am Transfermarkt zurückhalten. Diese Aussage ist zwar nicht ganz neu, doch in dieser Form noch einmal klar und deutlich und vor allem wegen der Plattform auch eine, an der sich der Meister am Ende messen lassen muss. Nachdem in den vergangenen Wochen von Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß und Co. schon immer wieder zu hören war, dass die Bayern im kommenden Transfersommer auf die ganz dicken Kracher verzichten werden und müssen, hat Präsident Herbert Hainer das nun noch einmal bekräftigt.

    "Die Leute sollen die Auswirkungen von Corona bloß nicht unterschätzen, auch wenn wir vergleichsweise bisher wirtschaftlich gut über die Runden gekommen sind, wird es bei uns erhebliche Schleifspuren geben. Bis auf Dayot Upamecano sind bei uns in diesem Sommer keine großen Transfers mehr möglich", erteilt Hainer da Wünschen von Fans, falls die von großen Namen träumen, eine klare Absage.

    Ziel liegt in der Breite des Kaders

    Das Ziel, so Hainer sei es, den Kader in der Breite zu verstärken. Dafür braucht es eben keine Top Transfers, die ja auch viel Geld kosten, denn die Mischung stimme. Für die Sturmspitze ist das richtig. Da wurde gerade mit Eric Maxim Choupo Moting um zwei Jahre als Back Up für Robert Lewandoski verlängert. Der kostet nicht viel und nörgelt auch nicht, wenn er auf der Bank sitzt.

    Auf den Flügeln sind die Bayern mit Leroy Sané, Serge Gnabry und Kingsley Coman ebenfalls bestens bestückt. Lediglich Links würde ein schneller Mann guttun. Douglas Costa hat erneut auf der ganzen Linie vor allem menschlich enttäuscht und den Verein längst wieder verlassen. Da könnte so einer wie Ivan Perisic im letzten Jahr helfen, der keine Multimillionen Ablöse kostet, nicht motzt und immer abliefert, wenn er gebraucht wird.

    In der Mitte gut aufgestellt

    In der Mitte sind die Bayern gut aufgestellt, wenn sich keiner verletzt. Vor allem Jamal Musiala hat schon gezeigt, was er kann. Vielleicht setzt sich Marc Roca ja in der defensiven Mitte durch, auch wenn die Bayern ihn sicher gehen lassen, wenn ein gutes Angebot kommt. Gleiches gilt für Corentin Tolisso, der sich nun, so die Hoffnung in München, bei der EM selbst mal ins Schaufenster stellen soll.

    In der Defensive kann es aber wieder eng werden. David Alaba, Jerome Boateng, und Javi Martinez sind drei Abgänge, die einer Mannschaft, die im letzten Jahr so viel Tore kassiert hat wie selten, weh tun können.

    Upamecano muss erst noch zeigen, dass er auch in München funktioniert und Lucas Hernandez ist zwar Weltklasse, aber eben auch oft verletzt. Dazu kommt noch Omar Richards aus der zweiten englischen Liga als Ersatz vor Alphonso Davies.

    Abwarten wie die EM verläuft

    Die Pandemie hat die Bayern wie alle anderen hart getroffen. Mehr als 100 Millionen sind an Zuschauer und Marketingeinnahmen verloren gegangen. Doch was Hainers Aussage wert ist, wird man erst sehen, wenn alle Bayern gesund von der Nationalmannschaft zurückgekehrt sind. Sind alle großen Namen einsatzbereit, dann stimmt die Qualität. Ein weiterer Superstar, der immer spielen will, würde dann nur Unruhe bringen.