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FC Bayern muss rotieren: Wer ersetzt Lewandowski? | BR24

© picture alliance/dpa

Serge Gnabry (l.), Robert Lewandowski (M.) und Thomas Müller

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    FC Bayern muss rotieren: Wer ersetzt Lewandowski?

    Die Verletzung von Top-Torjäger Robert Lewandowski trifft den FC Bayern München hart. Trainer Hansi Flick muss reagieren und hat verschiedene Möglichkeiten, ein echter Ersatz fehlt aber. BR24 Sport zeigt drei mögliche Szenarien.

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    Wenn ein Spieler im Kader des FC Bayern unersetzbar ist, dann wohl der 31-jährige Pole. Lewandowski hat in dieser Saison in 33 Pflichtspielen 39 Tore für den FC Bayern erzielt, in der Bundesliga traf er in 23 Spielen 25 Mal und führt damit eindeutig die Torjägerliste an. Nach der 3:0-Gala im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League beim FC Chelsea fällt er nun mit einer Unterschenkel-Verletzung voraussichtlich vier Wochen aus. Trainer Flick muss also reagieren. Wie? Diese drei Umstellungen sind denkbar:

    1. Formstarker Gnabry als falsche Neun

    Mit 17 Pflichtspieltoren (10 in der Bundesliga) ist Serge Gnabry nach Lewandowski der zweiterfolgreichste Torjäger im Bayern-Kader. Er könnte im Angriff vom Flügel in die Mitte rücken, wie er es aus der Nationalmannschaft kennt und im Pokal gegen Bochum (2:1) schon getan hat. Allerdings hat Gnabry seine besten Leistungen stets auf der Außenbahn gezeigt, wo er Antrittsschnelligkeit und Dribblingstärke besser ausspielen kann. Er ist kein Mittelstürmer, sondern eher eine falsche Neun. Außerdem sind die Bayern auch auf dem Flügel dünn besetzt, weil Kingsley Coman mit einer Zerrung im Oberschenkel und Ivan Perisic wegen eines Knöchelbruchs angeschlagen sind. Durch die Verletzung könnte Philippe Coutinho nun seine Chance bekommen.

    Mögliche Aufstellung: Neuer - Pavard, Boateng, Alaba, Davies - Kimmich, Thiago - Müller, Coutinho, Goretzka - Gnabry

    2. Allrounder Müller in flexiblem Dreiersturm

    Ähnlich sähe eine Lösung mit Thomas Müller als Lewandowski-Ersatz aus. Auch hier müssten die Bayern das System allerdings etwas verändern. Thomas Müller ist - wie Serge Gnabry - kein echter Mittelstürmer ala Lewandowski. Dass Müller die Position ganz vorne aber auf seine eigene Art ausfüllen kann, hat er in der Vergangenheit immer wieder unter Beweis gestellt - ob unter Pep Guardiola, Jupp Heynckes oder im Nationalteam bei Jogi Löw. Insgesamt wäre die Ausrichtung etwas defensiver, wenn Tolisso, Martinez oder Goretzka ins Team rücken. Dafür könnten die Bayern dann mit Gnabry, Coutinho und Müller als flexibel rotierendem Dreier-Angriff stürmen.

    Mögliche Aufstellung: Neuer - Pavard, Boateng, Alaba, Davies - Kimmich, Thiago, Tolisso/Martinez - Gnabry, Müller, Coutinho

    © picture alliance/dpa

    Kwasi Okyere Wriedt (M.) und Joshua Zirkzee (r.)

    3. Zirkzee oder Wriedt aus der zweiten Mannschaft

    Schließlich bleibt Flick die Option Lewandowski mit einem Stürmer aus der zweiten Mannschaft zu ersetzen: Der 18-jährige Youngster Joshua Zirkzee sitzt regelmäßig als Lewandowski-Ersatz bei den Profis auf der Bank und hat in dieser Saison auch schon zwei wichtige Jokertore für die Bayern in der Bundesliga erzielt. Warum also nicht ihm eine Chance geben? Das hätte den großen Vorteil, dass die Bayern ihr System nicht verändern müssten. Genauso wäre es, wenn Kwasi Okyere Wriedt (17 Tore in 24 Spielen in der 3. Liga), der allerdings für das nächste Spiel wegen einer Roten Karte gesperrt ist, später einspringt. Talent Fiete Arp, der selbst in der 3. Liga kaum zum Einsatz kommt, ist dagegen wohl keine realistische Option.

    Mögliche Aufstellung: Neuer - Pavard, Boateng, Alaba, Davies - Kimmich, Thiago - Müller, Coutinho/Goretzka, Gnabry - Zirkzee/Wriedt