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FC Bayern München gewinnt DFB-Pokal | BR24

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Der FC Bayern München ist nach einem 4:2-Sieg gegen Bayer Leverkusen DFB-Pokalsieger 2020. Das Spiel in der Zusammenfassung.

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FC Bayern München gewinnt DFB-Pokal

Der FC Bayern München hat zum 20. Mal in seiner Vereinsgeschichte den DFB-Pokal gewonnen. In einem phasenweise einseitigen Finale im Berliner Olympiastadion siegte der Rekordchampion 4:2 gegen Bayer Leverkusen.

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Gerade einmal 16 Minuten waren im DFB-Pokalfinale 2020 gespielt, da schien die Partie entschieden. Bayerns David Alaba schlenzte einen Freistoß aus knapp 17 Metern in den Winkel, der Rekord-Pokalsieger ging früh in Führung.

Schon zuvor hatten die Münchner gute Chancen durch Thomas Müller (8.) und Kingsley Coman (10.). Und auch nach der Führung kontrollierten die Bayern dank Pressing und viel Ballbesitz die Partie fast nach Belieben. Die nächsten Chancen fast schon erwartbar: Lukas Hradecky im Leverkusener Tor konnte gegen Müller (22.) aus kurzer Distanz noch glänzend parieren, gegen Serge Gnabry war er zwei Minuten später machtlos.

Kimmich schickt Gnabry auf die 2:0-Reise

Joshua Kimmich schickte den Flügelstürmer steil, der vollendete aus acht Metern halbrechts trocken ins lange Eck (24.). Und es blieb einseitig. Nur weil Lewandowski einmal abgeblockt wurde (28.) und einmal vertändelte, rette sich Leverkusen "nur" mit einem 0:2-Rückstand in die Pause. Bayer kam viel zu selten vors Münchner Tor und konnte sich keine klaren Chancen erarbeiten.

Logisch, dass Leverkusens Trainer Peter Bosz zur Halbzeit reagierte. Mit Kevin Volland und Kerem Demirbay kamen frische Offensivkräfte. Gleichzeitig attackierte Bayer die Münchner wesentlich früher als noch in Durchgang eins.

Erst patzt Volland, dann Hradecky

Die besseren Chancen hatten zunächst weiter die Bayern. Ein Gnabry-Schuss wurde am Pfosten vorbei abgefälscht (50.), ein Versuch von Lewandowski aus gut elf Metern flog übers Tor (56.).

Auf der Gegenseite säbelte der frühere 1860-Spieler Kevin Volland bei einer flachen Hereingabe, frei vor FC-Bayern-Keeper Manuel Neuer, über den Ball und am 2:0 vorbei. Praktisch im Gegenzug sorgte Robert Lewandowski mit einem Slapstick-Tor für das 3:0 der Bayern.

Der Bundesliga-Torschützenkönig zog aus rund 25 Metern einfach mal ab. Torwart Hradecky konnte sich wohl nicht zwischen Fangen und Faustabwehr entscheiden und bugsierte sich den Ball durch die eigenen Beine ins eigene Tor.

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Robert Lewandowski vom FC Bayern München sorgte mit einem Slapstick-Tor gegen Leverkusen-Torwart Lukas Hradecky für das zwischenzeitliche 3:0 im DFB-Pokalfinale 2020.

Leverkusen erst nach dem klaren Rückstand stark

Leverkusen im Anschluss aber mit einer starken "Jetzt erst recht"-Mentalität. Erst konnte Bayern-Verteidiger Jérôme Boateng noch gegen den einschussbereiten Leon Bailey (63.) klären. Den folgenden Eckball nickte aber Sven Bender zum 1:3-Anschlusstreffer ein.

Es folgte die stärkste Leverkusener Phase der Partie. Leverkusen drängte weiter nach vorne, die Bayern mussten sich erst einmal auf ihre Defensivarbeit konzentrieren. Doch die Abwehrreihe und Torwart Manuel Neuer überstanden diese Druckphase unbeschadet.

Zwei Treffer in der Schlussphase

Auch die Bayern ihrerseits hatten noch Chancen, durch Lewandowski (73.) und Perisic (74.) zu erhöhen. Das glückte dann Lewandowski nach einem perfekt ausgespielten Konter der Bayern kurz vor dem Schlusspfiff (89.). In der Nachspielzeit verkürzte Leverkusen dann noch per Handelfmeter durch Kai Havertz zum 2:4.

20. Pokalsieg, 13. Double-Gewinn

Für den FC Bayern München ist der Triumph in Berlin der insgesamt 20. Titelgewinn im DFB-Pokal. Zum 13. Mal in ihrer Vereinsgeschichte feiern die Bayern das "Double" aus Meisterschaft und Pokal.