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FC-Bayern-Trainer Julian Nagelsmann (links) und Robert Lewandowski

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FC Bayern: Lewandowski in der Startelf - zum letzten Mal?

Beim FC Bayern München dreht sich nach dem vorzeitigen Meistertitelgewinn fast alles um die Personalie Robert Lewandowski. Bleibt er oder geht er? Trainer Julian Nagelsmann blockte vor dem Spiel in Wolfsburg fast alle Fragen zum Stürmerstar ab.

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Bernd R. EberweinBernd R. Eberwein
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Immerhin eine klare Aussage konnten die Journalisten FC-Bayern-Trainer Julian Nagelsmann zu Stürmer Robert Lewandowski abringen. "Er wird morgen in der Startelf stehen", versicherte Nagelsmann auf der Abschluss-Pressekonferenz der Bayern vor dem letzten Bundesliga-Saisonspiel am Samstag (Anstoß 15.30 Uhr, Radio-Livereportage und Ticker im Livecenter von BR24 Sport) in Wolfsburg.

Nagelsmann plant mit Lewandowski

"Die Haltung vom Klub, die Haltung von mir zu Robert Lewandowski ist bekannt." Obwohl Nagelsmann reichlich genervt von den Fragen zur Zukunft seines Stürmerstars sein könnte, blieb er auch in der letzten Pressekonferenz der Saison sachlich und wirkte kaum genervt.

"Ich habe einen guten Austausch mit ihm und weiß, wie seine Gedanken sind", sagte Nagelsmann, aber auch: "Dinge, die ich mit Spielern unter vier Augen bespreche, sind nicht für die Öffentlichkeit bestimmt." Insofern: "Keine Auskunft. Da könnt Ihr Hasan (Salihamidzic, Bayern-Sportdirektor, Anm.d.Red.) fragen oder den Spieler."

Ob Lewandowski den Verein nach dieser Saison verlässt, erst bei Vertragsende 2023 oder vielleicht doch noch verlängert? "Lewandowski ist ganz normal in meinen Planungen drin", schob Nagelsmann noch nach. Ohne Datum allerdings. Spielraum für Interpretationen rund um die Zukunft des 33-jährigen Lewandowski bleibt also auch nach der Pressekonferenz.

Saisonbilanz: Hinrunde top, Rückrunde ohne Konstanz

Deutlich gesprächsfreudiger präsentierte sich Nagelsmann, als es um eine Bilanz seiner ersten FC-Bayern-Saison und den Ausblick auf die neue Spielzeit ging.

Die Hinrunde? "Hat mir über weite Strecken gefallen." Rückrunde? "Missfallen hat mir die Konstanz." In der entscheidenden Saisonphase habe seinem Team der "Flow" gefehlt. Das Champions-League-Aus gegen Villareal und die zuletzt schwachen Auftritt in Mainz (1:3) und gegen Stuttgart (2:2) wirken immer noch nach.

Kernproblem Chancenverwertung

Mindestens zwei Punkte, an denen Nagelsmann in der neuen Saison ansetzen will, hat er aber schon ausgemacht. Rein statistisch sei sein Team in allen Bereichen gegenüber der Spielzeit 2020/21 besser geworden. Nur in Sachen die Chancenauswertung, von Statistikern als "Expected Goals" geführt, blieb sein Team im Vergleich deutlich hinter den Erwartungen zurück. 111 hätten es sein können statistisch, 95 hat der Rekordmeister vor dem Wolfsburg-Spiel.

Nagelsmann selbstkritisch

Ein zweiter, selbstkritischer Verbesserungsansatz: "Es wird einen nervigeren Trainer geben", kündigte Nagelsmann an. Was er damit meint: Er will mehr coachen, lauter an der Seitenlinie, aber auch im Training sein, "das ist auch der Wunsch der Spieler." Nagelsmann sieht also auch bei sich selbst viel Luft nach oben.

Insofern wird er auch die Meisterfeier (Sonntag, 13.15 Uhr, live bei BR24 Sport) eher gelassen anschauen. "Eskalieren" will er nicht - trotz seines ersten Meistertitels. Das könne ja noch kommen, wenn er auf dem Rathausbalkon irgendwann vielleicht einmal mehrere Trophäen präsentieren kann.

FCB-Coach Julian Nagelsmann

Bildrechte: dpa-Bildfunk/Bernd Thissen

Herausforderung Winter-WM

In knapp zwei Monaten, am 8. Juli, startet der FC Bayern in die Vorbereitung auf die neue Saison. Ähnlich wie in Nagelsmanns erstem Jahr bleibt ihm nur wenig Zeit. Denn die Bayern reisen in der Saisonvorbereitung unter anderem in die USA. Eigentlich hat Nagelsmann nur zwei Wochen Zeit für geregeltes Training. Die neue Bundesliga-Saison beginnt am 5. August, die erste DFB-Pokal-Hauptrunde wird bereits eine Woche vorher ausgetragen.

Eine besondere Herausforderung wartet zudem durch die Fußball-WM im Dezember in Katar. "Extremes Nachdenken bezüglich Kader, aber auch der Psyche der Spieler", sei notwendig, so Nagelsmann. Nicht nur für den jungen Bayerncoach und sein Team eine neue, bisher noch nie dagewesene Herausforderung mit engem Zeitplan und ungewöhnlicher Winterpause.

Bis zum 13. November wird in der Bundesliga gespielt, die WM beginnt am 21. November. Das WM-Finale findet am 18. Dezember statt. In der Bundesliga soll dann ab dem 20. Januar 2023 wieder gespielt werden. Ungewohnt dabei: Bis zur Winterpause werden nur 15 Spieltage absolviert sein, 2023 stehen also noch 19 Spieltage an.

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