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FC Bayern: Kovac sieht Handlungsbedarf bei Neuzugängen | BR24

© picture-alliance/dpa

Trainer Niko Kovac und Sportdirektor Hasan Salihamidzic

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    FC Bayern: Kovac sieht Handlungsbedarf bei Neuzugängen

    Die Fans des FC Bayern München werden sich noch etwas gedulden müssen, bis sie erfahren, wie der Kader für die neue Saison aussieht. Noch lassen weitere Neuzugänge auf sich warten. Trainer Niko Kovac sieht auf mehreren Positionen Handlungsbedarf.

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    "Wenn Sie wüssten, was wir alles schon sicher haben für die kommende Saison." Die Aussage von Präsident Uli Hoeneß von Ende Februar wird derzeit gerne hervorgeholt, wenn es um die Kaderzusammenstellung des Rekordmeisters geht. Viel war an seinen Worten wohl nicht dran. Denn: Sechs Abgängen stehen momentan gerade mal drei Zugänge gegenüber. Die Lücken im Kader der Bayern sind groß, was nun auch Trainer Niko Kovac veranlasst hat, sich zu Wort zu melden. Dem "Kicker" sagte er: "Vier Spieler brauchen wir noch."

    Kovac: "Mit 17 Profis kommen wir nicht weit"

    Am 8. Juli ist Trainingsstart beim Double-Gewinner. Stand jetzt hätte Kovac in eineinhalb Wochen einige Profis zu wenig am Start. Kovac will mit 19 Feldspielern in seine zweite Saison bei den Bayern gehen. Aktuell stehen ihm 17 Profis zur Verfügung, darunter aber Jérôme Boateng, der den Klub verlassen soll, und Renato Sanches, der unbedingt gehen will. Auch die Talente Alphonso Davies (18) und Jann-Fiete Arp (19) gehören dazu.

    "Mit 17 Profis kommen wir nicht weit", sagte Kovac, "19 brauchen wir schon." Und das wäre dann immer noch ein verhältnismäßig dünner Kader, wenn man auf andere Klubs blickt und das Pflichtspielprogramm, das den Münchnern bevorsteht.

    Rechnet man Boateng und Sanches raus, wären es momentan nur noch 15 Spieler - also müssten, wie von Kovac gefordert, vier Neue kommen. Hoeneß, der verbal so großspurig vorgeprescht war, versucht inzwischen zurückzurudern. Akut sei die Lage nicht, betont er jetzt. "Bis Ende Juli musst du fertig sein."

    Sané, Dembelé und Bergwijn auf dem Zettel

    Transferziel Nummer eins bleibt Nationalspieler Leroy Sané (23), den es aber offenbar nicht von Manchester City wegzieht. Als Alternative wird neben dem früheren Dortmunder Ousmane Dembelé (22) vom FC Barcelona laut kicker auch Steven Bergwijn (21) von der PSV Eindhoven diskutiert.

    Timo Werner (23) soll erst 2020 ablösefrei von RB Leipzig nach München kommen. Das englische Talent Callum Hudson-Odoi habe der FC Bayern "immer im Kopf", sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic. Anders Rodrigo (22), den es von Atletico Madrid offensichtlich zu ManCity zieht. Mit der Absage des Spaniers haben sich die Münchner Bemühungen um einen Sechser wohl erledigt. Ein Innenverteidiger könnte nach dem Weggang von Mats Hummels zu Borussia Dortmund dagegen noch kommen.