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Ein spanisches Gericht hat eine sechsmonatige Haftstrafe gegen FC-Bayern-Profi Lucas Hernández angeordnet, weil der vor vier Jahren gegen ein Kontaktverbot zu seiner Ehefrau verstoßen hat. Hernández Anwälte versuchen noch, die Strafe abzumildern.

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FC Bayern: Fußball-Weltmeister Hernández soll ins Gefängnis

Ein spanisches Gericht hat eine sechsmonatige Haftstrafe gegen FC-Bayern-Profi Lucas Hernández angeordnet, weil der vor vier Jahren gegen ein Kontaktverbot zu seiner Ehefrau verstoßen hat. Hernández Anwälte versuchen noch, die Strafe abzumildern.

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Lucas Hernández vom FC Bayern München drohen sechs Monate Gefängnis in Spanien. Der Franzose war 2019 in Spanien wegen eines Verstoßes gegen ein Annäherungs- und Kontaktverbot gegenüber seiner damaligen Freundin und heutigen Ehefrau rechtskräftig verurteilt worden.

Haftantritt noch im Oktober? Anwälte wollen Umwandlung in Geldstrafe

Ein Strafgericht in Madrid ordnete nun an, Hernández müsse am 19. Oktober vor dem Gericht erscheinen und dann innerhalb von zehn Tagen eine Haftstrafe von sechs Monaten antreten. Das würde bedeuten, dass er seiner Mannschaft schon beim Champions-League-Spiel bei Benfica Lissabon am Mittwoch (20.10.2021) fehlen würde. Eine offenbar beantragte Aussetzung des Urteils sei in erster Instanz abgelehnt worden.

Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks haben Hernandez` Anwälte gegen den Vollstreckungsbeschied Berufung eingelegt. Sie versuchen weiterhin zu erreichen, dass die Haftstrafe ausgesetzt und in eine Geldstrafe umgewandelt wird. In erster Instanz war dieser Versuch allerdings gescheitert.

Verstoß gegen Annäherungs- und Kontaktverbot

Der Grund für die Haftstrafe, die Hernández antreten soll, liegt rund vier Jahre zurück. Im Februar 2017 hatte das Madrider Strafgericht 35 ein Annäherungs- und Kontaktverbot für Hernández gegenüber seiner heutigen Ehefrau erlassen.

Beide hatten sich offenbar am 2. Februar 2017 auf offener Straße einen Streit geliefert, auch Handgreiflichkeiten soll es gegeben haben, Hernández sei angetrunken gewesen.

Das Paar versöhnte sich, heiratete und flog einige Monate später zusammen in den Urlaub. Damit habe Hernández allerdings gegen das immer noch gültige Verbot verstoßen.

Kontaktsperre gilt auch im Falle einer Versöhnung

In Spanien gelten Kontaktsperren auch im Falle einer einer Versöhnung. So soll verhindert werden, dass Betroffene von häuslicher Gewalt unter Druck in eine Versöhnung einwilligen.

Schon damals im Juni 2017 war Hernández bei der Rückkehr kurzzeitig festgenommen, aber anschließend wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Im Dezember 2019 war Hernández dann verurteilt worden.