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FC Bayern-Frauen-Trainer zieht EM-Bilanz | BR24

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© Picture alliance/dpa

Wunden lecken und "neue Gier entwickeln"

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FC Bayern-Frauen-Trainer zieht EM-Bilanz

Wie Deutschland sind auch andere Favoriten bei dieser EM gescheitert und mussten Underdogs den Vortritt lassen. Für Thomas Wörle, den Trainer der FC-Bayern–Frauen kommt diese Entwicklung nicht unerwartet. Trotzdem gibt es einen Lichtblick.

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Ganze sechs Mal in Folge wurden die deutschen Frauen Europameister. Und nach dem Olympia-Sieg 2016 schien der Weg zum EM-Titel auch in diesem Jahr wieder nur über das DFB-Team zu führen. Doch dann kam das frühe Aus im Viertelfinale gegen Dänemark. Ausgerechnet dieser Außenseiter und der ebenfalls nicht top eingeschätzte Ausrichter bestritten das Finale, das die Niederlande gewannen. Das Team von Bundestrainerin Steffi Jones musste genauso wie zahlreiche andere Favoriten zuschauen.

Keine Kleinen mehr im Frauenfußball

Für Wörle kommt diese Entwicklung aber nicht unerwartet. "Die unteren Mannschaften haben sich definitiv angenähert. Nur in dem Verhältnis, in dem sich die unteren verbessert haben, konnten es die oberen nicht schaffen, weiter davonzuziehen", so seine Analyse. Österreich, Dänemark und vor allem die Niederlande haben es den Favoritinnen mit einer guten Organisation und geschlossenen Mannschaftsleistung vorgemacht.

Was für die Zukunft dennoch Mut macht

Das Ausscheiden ist zwar "schade, aber vielleicht auch mal wieder ein Punkt, an dem man neue Gier entwickeln kann und wieder angreifen kann", meint Wörle. Außerdem gibt es eine aus deutscher Sicht durchaus positive Statistik aus dieser EM. Die deutsche Frauen-Bundesliga stellte mit 57 Aktiven die mit Abstand meisten Spielerinnen. Das verspricht durchaus eine Steigerung des Niveaus und der Spannung für die Liga. Was ja durchaus auch im Sinne des Nationalteams sein müsste.