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Nach dem souveränen Viertelfinal-Einzug des FC Bayern München in der Champions League haben Trainer Hansi Flick und Sportvorstand Hasan Salihamidzic ihre Differenzen beigelegt. Das nächste Los wird mit Spannung erwartet.

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FC Bayern: Flick und Salihamidzic haben sich ausgesprochen

Seit Wochen schwelt der Konflikt zwischen FC-Bayern-Coach Hansi Flick und Sportvorstand Hasan Salihamidzic. In Bezug auf die Kaderplanung und einzelne Personalien soll es zwischen den beiden zu Differenzen gekommen sein. Jetzt gab es die Aussprache.

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"Wir sind beide aufeinander zugegangen und haben das im Sinne des Vereins aus der Welt geschafft. Wir sind sehr optimistisch für die Zukunft des Vereins", sagte Flick nach dem Rekord-Einzug des Triple-Gewinners ins Viertelfinale der Champions League.

Das Verhältnis mit Sportvorstand Hasan Salihamidzic gilt als nicht spannungsfrei. Vor allem bei der Personalpolitik soll es immer wieder kriseln. Die vom Sportvorstand verpflichteten Neuzugänge Bouna Sarr und Marco Roca werden von Flick kaum berücksichtigt. Zudem gab es Wirbel um Alexander Nübel.

Flick: "Ich entscheide, wer spielt"

Salihamidzic hat dem Torwart angeblich Einsätze zugesichert, Flick will von dem nichts wissen - und wenn es so wäre, wäre es ihm auch egal: "Ich kenne keine Klauseln, die Spieler in ihren Verträgen haben, ich kenne die Verträge der Spieler nicht. Es ist auch so, dass ich dafür da bin, um Entscheidungen zu treffen, wer spielt, wer nicht spielt", sagte Flick. "Das ist meine Aufgabe, und da lasse ich mir auch nicht reinreden."

Angesprochen auf sein Verhältnis zu Salihamdzic sagte der Bayern-Trainer vor kurzem: "Auch in einer Ehe oder Partnerschaft kann es immer mal wieder zu Unstimmigkeiten kommen. Brazzo und ich versuchen natürlich, die Dinge so zu gestalten, dass wir uns beide da einbringen. Das ist eine ganz normale Zusammenarbeit, wo das eine oder andere Mal mit Sicherheit nicht immer Einigkeit herrscht." Und jetzt, nach dem Spiel gegen Lazio, gingen die beiden Alpha-Tiere aufeinander zu.

Kimmich: "Wäre schöner, wenn Ruhe einkehrt"

Das dürfte auch die Spieler freuen, denn dort wurden die berichteten Differenzen zwischen Flick und Salihamidzic auch verfolgt. "Man bekommt es mit, was außerhalb geschrieben, diskutiert wird. Am Ende des Tages wäre es schöner bei dem Erfolg, wenn auch Ruhe einkehrt, wenn man vor allem intern nicht Zündstoff nach außen gibt", sagte Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich. "Ich denke, dass es uns als Mannschaft nicht großartig belastet."

Interessante Gegner warten auf den Titelverteidiger

Nach dem klärenden Gespräch richtet sich der Blick nun auf die Viertelfinal-Auslosung am Freitag. In Nyon können die Münchner Borussia Dortmund, den FC Liverpool, Real Madrid, Paris Saint-Germain, Manchester City, den FC Chelsea und den FC Porto als Gegner für die nächste Runde zugelost bekommen. Die Hinspiele werden am 6./7. April ausgetragen, die Rückspiele finden eine Woche später am 13./14. April statt. Auch die möglichen Halbfinal-Paarungen werden bei der Auslosung in der Schweiz ermittelt.

"Es sind noch acht Mannschaften in der Runde, die Besten der Besten spielen gegeneinander", sagte Flick. "Es ist wichtig, dass wir einen guten Gegner bekommen und zwei Topspiele abliefern." Der FC Bayern steht dabei zum 19. Mal im Viertelfinale - das schaffte noch keine Mannschaft in der Champions League.

Flick sorgte gemeinsam mit Chelsea-Trainer Thomas Tuchel, der sich am Mittwoch über den Viertelfinaleinzug durch einen Erfolg gegen Atlético Madrid freuen konnte, für ein Novum. Gemeinsam mit Jürgen Klopp (Liverpool) und Edin Terzic (Dortmund) stehen vier deutsche Trainer im Viertelfinale - das hat zuvor noch keine Nation geschafft