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FC Bayern: Die Zeit ist reif für den Nachwuchs | BR24

© picture-alliance/dpa

Jamal Musiala

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    FC Bayern: Die Zeit ist reif für den Nachwuchs

    Eine kräftezehrende Saison mit vielen englischen Wochen wartet auf den FC Bayern. Um das durchzustehen, bedarf es eines breiten Kaders. Trainer Flick fordert daher Verstärkungen. Dabei hätte der FCB auch in seinen eigenen Reihen geeignete Kandidaten.

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    Stand jetzt scheint der Kader angesichts einer kräftezehrenden Saison mit vielen englischen Wochen eher zu knapp aufgestellt zu sein, was auch schon Spieler anmerkten. "Ich glaube, dass man mindestens jede Position doppelt besetzt haben sollte", sagte beispielsweise Mittelfeldspieler Leon Goretzka. Trainer Hansi Flick unterstrich ebenfalls, dass er sich noch Verstärkungen erhofft: "Wir sind mit Hasan (Salihamidzic, Anm.d.Red.) in Kontakt und sind guten Mutes, dass wir noch was machen können. Aber aktuell wird es sehr, sehr eng mit Spielern."

    Die finanziellen Mittel sind in der Corona-Zeit auch für den Rekordmeister begrenzt. Und so hat sich der FC Bayern auf dem Transfermarkt bislang eher zurückgehalten. Neben Königstransfer Leroy Sané wurden Torhüter Alexander Nübel und das französische Defensivtalent Tanguy Kouass verpflichtet.

    Doch Flick wünscht sich auch einen Backup für Benjamin Pavard. Im Gespräch ist der 19-jährige Sergino Dest, der von seinen Anlagen her sehr an Alphonso Davies erinnert. Der US-Nationalspieler war ursprünglich als Flügelstürmer auch ausgebildet worden, etablierte sich in der vergangenen Saison aber als Linksverteidiger mit enormem Vorwärtsdrang. Dest wäre also auch eine Option für die Flügel.

    Kahn: "Vielversprechende junge, gute Leute"

    Generell herrscht Personal-Bedarf in der Offensive. Ivan Perisic und Philippe Coutinho haben den Verein verlassen. Für sie wurde noch kein Ersatz geholt. Doch Sportvorstand Oliver Kahn meinte unlängst, dass "man nicht immer von Neuverpflichtungen reden muss." Denn: "Wir haben gute junge Spieler in der Hinterhand, das sind vielversprechende Leute." Wie der 17-jährige Jamal Musiala, der mit seinem Treffer zum 8:0-Endstand gegen Schalke 04 zum jüngsten Pflichtspieltorschützen der Klubhistorie avancierte. Oder Joshua Zirkzee (19), der in der letzten Saison mit seinen Treffern gegen Freiburg ein imposantes Pflichtspieldebüt hatte.

    Und auch nach dem Abgang von Thiago und einem möglichen Abschied von Javier Martínez gäbe es einen Ersatz aus den eigenen Reihen. Mickael Cuisance. Der universell einsetzbare Mittelfeldspieler wechselte letzte Saison mit viel Vorschusslorbeeren an die Isar. Bei Borussia Mönchengladbach überzeugte der heute 21-Jährige zuvor als "Sechser". Beim Rekordmeister kam der Franzose bisher aber kaum auf Einsatzzeiten in der Profimannschaft.

    Vorbild Dortmund?

    Dass es sich lohnen kann, auf die jungen Spielern zu setzen, zeigte Ligarivale Borussia Dortmund am ersten Spieltag. Mit Jude Bellingham und Giovanni Reyna sorgten beim 3:0-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach zwei 17-Jährige für Aufsehen. Und auch beim FC Bayern hat es hatte es sich schon einmal ausgezahlt, auf die Nachwuchsspieler zu vertrauen. 2010 wagte es der damalige FCB-Trainer Louis van Gaal, jungen Spielern wie Thomas Müller und David Alaba den Vorzug zu geben - beide entwickelten sich zu Weltklassespielern.