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Bundesliga-Eröffnungsspiel Bayern gegen Schalke vor 7.500 Fans | BR24

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Zum Bundesliga-Eröffnungsspiel darf der FC Bayern am Freitag 7.500 Fans in die Arena begrüßen. Obwohl der Corona-Inzidenzwert für München zu hoch ist, will Münchens OB Dieter Reiter nichts von einer Sonderregelung wissen.

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Bundesliga-Eröffnungsspiel Bayern gegen Schalke vor 7.500 Fans

Trotz erhöhter Corona-Zahlen in München darf der FC Bayern das Bundesliga-Eröffnungsspiel am Freitag vor Publikum bestreiten. Zugelassen werden gegen Schalke 04 7.500 Fans - das entspricht zehn Prozent der Stadionkapazität.

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Beim Heimspiel des FC Bayern am Freitag gegen Schalke 04 dürfen 7.500 Zuschauer ins Stadion. Darauf einigten sich Ministerpräsident Markus Söder und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter mit Vertretern des FC Bayern zwei Tage vor dem Auftaktspiel der neuen Bundesliga-Saison.

Die Chefs der Staatskanzleien hatten sich erst am Dienstag darauf verständigt, dass in den Bundesliga-Stadien ein Testbetrieb mit zwanzig Prozent der Zuschauer erlaubt wird - allerdings nur, solange die Städte einen Corona-Inzidenzwert von 35 Fällen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen nicht übersteigen. München liegt derzeit laut bayerischem Landesamt für Gesundheit mit 45,53 deutlich über diesem Schwellenwert, das RKI nennt jedoch einen niedrigeren Inzidenzwert für die Stadt (34,0).

Die Kompromiss in München sieht nun vor, dass zehn Prozent der Stadionkapazität der Arena am Freitag zugelassen sind. Das entspricht 7.500 Zuschauern, wie Oberbürgermeister Reiter (SPD) nach dem Treffen in der Staatskanzlei mitteilte.

Die Tickets werden nur unter den Dauerkartenbesitzern vergeben. Der FC Bayern wollte diese noch am Mittwochabend informieren. Den Zuschlag erhalten die ersten 7.500 Interessenten.

"Wir wissen bei jedem Menschen, wo er sitzt"

Reiter sagte, der FC Bayern habe alle Schutzmaßnahmen getroffen. Es gebe nur personifizierte Karten und man könne gegebenenfalls alle Infektionsketten nachvollziehen. "Wir wissen bei jedem Menschen, wo er sitzt", so der Münchner Oberbürgermeister. Die Erfahrungen würden genau ausgewertet und auch eine mögliche Auswirkung auf Infektionszahlen müsse man genau prüfen. Man könne deshalb auch erst in zwei Wochen entscheiden, wie man mit dem zweiten Heimspiel des FC Bayern umgehe, so Reiter.

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Der FC Bayern München darf am Freitag vor 7.500 Zuschauern spielen, bestätigte Münchens OB Dieter Reiter nach einem Treffen in der Staatskanzlei. Er erklärt, warum das möglich ist, obwohl der Corona-Inzidenzwert des LGL über 35 liegt.

FC Bayern: Tolles Hygienekonzept vorgelegt

Der Präsident des FC Bayern München, Herbert Hainer, hatte sich vor dem Treffen mit Söder und Reiter optimistisch geäußert. Man habe ein "tolles Gesundheits- und Hygienekonzept vorgelegt, das man auch 1:1 umsetzen" würde. Er denke, "dass man das machen kann".

Begleitet zum Treffen in der Staatskanzlei wurde Hainer vom ehemaligen CSU-Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, der Mitglied im Aufsichtsrat des FC Bayern ist. Der Fußball sei als Kulturgut ohne Zuschauer auf Dauer nicht attraktiv, betonte Stoiber. Wie man auch Theater und Kultur auf Dauer ein Stück öffnen müsse, müsse man auch den Fußball wieder ein Stück öffnen, "wenn es halt irgendwie geht". Es wäre traurig, wenn die Bundesliga am Freitag mit einem Geisterspiel eröffnet würde, so Stoiber.

Reiter: Keine Sonderregelung

Für andere bayerische Städte wird es keine Ausnahme von der Regel geben, wobei Münchens OB Reiter betonte, dass es sich im Falle des FC Bayern um keine Sondergenehmigung handle.

"Das Ganze ist ganz klar als Test und als Versuch deklariert", sagte Reiter über den vereinbarten Probebetrieb in den Stadien. Zudem sagte Reiter, die Begrenzung auf zehn Prozent der Stadion-Kapazität gelte fürs erste auch für das Grünwalder Stadion.

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Die Nachricht schlug mächtig ein: Ab dem Wochenende dürfen wieder Fans in den Fußballstadien. Allerdings: Die Regelungen sind je nach Standort unterschiedlich und hängen vom jeweiligen Corona-Inzidenzwert ab.