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FC Bayern Basketball: National top, international ein Flop | BR24

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Enttäuschte Bayern-Basketballer: Maodo Lo und Petteri Koponen

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    FC Bayern Basketball: National top, international ein Flop

    Die Basketballer des FC Bayern sind national eine Bank, bislang ungeschlagen. Doch auf internationaler Bühne enttäuschen die Münchner und hoffen nach der Trainerentlassung auf den Aufschwung.

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    In der Basketball Bundesliga (BBL) zieht Meister FC Bayern München einsam seine Kreise - 14 Siege aus 14 Spielen. Nur in der Euroleague lief es nicht so wie gewünscht. Nach dem bislang frustrierenden Abschneiden auf internationalem Parkett zog der Verein die Reißleine und trennte sich von Meister Coach Dejan Radonjic.

    Erklärtes Ziel extrem gefährdet

    Denn erklärtes Ziel der Münchner war und ist es, endlich mal in die Nähe der Top acht zu kommen. Nur die besten acht Teams qualifizieren sich nach 34 beschwerlichen Spieltagen für die Play-offs in der Euroleague. Doch die Bayern schwächeln in der "Königsklasse". Zuletzt setzte es drei Pleiten in Folge.

    "Wir haben die Lage rund um die Mannschaft immer wieder zusammen analysiert, auch in den vergangenen Wochen. Wir sind jetzt zu dem Entschluss gekommen, einen neuen Impuls und Ansatz zu benötigen." Marko Pesic, Geschäftsführer FC Bayern Basketball

    Doch nicht nur die jüngste 63:93-Niederlage gegen Belgrad offenbarte, dass der FC Bayern im Moment kaum mehr einen Spieler hat, der bereit ist, die Führungsrolle zu übernehmen. In der Mannschaft ist kein Aufbäumen gegen drohende Pleiten zu erkennen. Auch die Defense, die im letzten Jahr so solide spielte, zeigte gegen Belgrad einige Schwächen. Und so schön die Bilanz in der BBL auch klingen mag - richtig überzeugend waren die letzten Auftritte des Meisters auch dort nicht.

    Das Spiel bei Roter Stern markierte auch das Ende der Euroleague-Hinrunde, die der FCBB nun mit elf Niederlagen und sechs Siegen auf Platz 15 abschließt. Weit entfernt von den anvisierten ersten acht Rängen, die zur Teilnahme an den Play-offs berechtigen.

    FC Bayern mit prominenten Neuzugängen gestartet

    Dabei gingen die Bayern so optimistisch in die neue Euroleague-Saison: "Wir sind in der Breite deutlich besser als letztes Jahr", sagte Geschäftsführer Marko Pesic. Der langjährige NBA-Profi Greg Monroe, Nationalspieler Paul Zipser und T.J. Bray, der in der vergangenen Saison beim Überraschungsteam aus Vechta als Spielmacher und treffsicherer Schütze für Furore sorgte, sowie der französische WM-Dritte Mathias Lessort waren vier von sieben Neuzugängen im Kader.

    Der FC Bayern präsentierte ein Team, das seinesgleichen im deutschen Basketball suchte. Doch außer dem 2,11-Meter-Riesen Monroe, der seine Erfahrung aus über 600 NBA-Spielen mitbringt, ist keiner der Neuzugänge bislang richtig in München angekommen.

    Die namhaften Neuverpflichtungen konnten die Abgänge von Stefan Jovic, Devin Booker und Derrick Williams noch nicht kompensieren. Der Meister hofft jetzt auf die von T.J. Bray, der am letzten Samstag (4.1.2020) erstmals wieder mit der Mannschaft trainierte. Doch wie fit ist der US-Amerikaner nach seiner Fußverletzung? Bislang absolvierte Bray noch kein Spiel für die Bayern.

    Bayern-Basketballer planen bis Saisonende mit Trainer Kostic

    Am Freitag (10.1.20) fängt die Euroleague Rückrunde an. Ob Hoffnungsträger Bray dann das erste Mal für die Münchner auflaufen wird, ist noch offen. Eines ist aber sicher: An der Seitenlinie gegen Titelverteidiger ZSKA Moskau wird erstmals Oliver Kostic als Chefcoach stehen. Die Bayern planen mit dem 46-Jährige bis zum Saisonende.

    "In so kurzer Zeit ist nicht viel zu verändern, aber wir wollen auf jeden Fall unsere Aggressivität in der Defense wieder deutlich steigern . Das ist sicherlich nicht der einfachste Start, aber für uns alles eine tolle Herausforderung." Oliver Kostic

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    Betreut die FC Bayern Basketballer bis Ende der Saison: Oliver Kostic