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FC Bayern Basketball: Mission Europa beginnt gegen Mailand | BR24

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Greg Monroe in der BBL-Partie gegen die Hamburg Towers

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    FC Bayern Basketball: Mission Europa beginnt gegen Mailand

    Eine solch starke Basketball-EuroLeague hat es noch nie gegeben. Und ausgerechnet in dieser Spielzeit wollen die Basketballer des FC Bayern erstmals in die Play-offs. Als zweites deutsches Team ist Alba Berlin mit dabei.

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    Endlich soll es klappen: Der FC Bayern München will am Ende der Saison zu den besten acht Klubs Europas gehören. 34 Partien liegen vor der Mannschaft von Headcoach Dejan Radonjic, um dieses Ziel zu erreichen. Los geht's am Donnerstag (3. Oktober) mit einem Heimspiel gegen Olimpia Mailand.

    An den EuroLeague-Auftakt vor einem Jahr hat Präsident Uli Hoeneß keine schönen Erinnerungen: "Im letzten Jahr war ich schockiert", sagte der Klubboss, die Klatsche seiner Basketballer gegen Anadolu Istanbul hat er bis heute im Kopf. Am Ende gelang trotz des Fehlstarts eine mit Platz zwölf solide Saison in der Königsklasse, und die neue soll noch besser werden. "Für uns muss es das Ziel sein, in das Konzert der Großen, unter die ersten Acht zu kommen", sagt Hoeneß. Machbar, sagen Experten. Für das Final Four in Köln (22. bis 24. Mai 2020) dürfte es allerdings noch nicht reichen.

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    Danilo Barthel (l.) erwartet eine harte EuroLeague-Saison

    Sieg gegen Hamburg kein Maßstab

    Die Generalprobe verlief jedenfalls schon mal beeindruckend: Aufsteiger Hamburg Towers wurde mit 111:55 regelrecht niedergebügelt. Allerdings stand beim Neuling mit Heiko Schaffartzik nur ein Spieler im Kader, der mit dem hochkarätigen Bayern-Kader annähernd mithalten konnte. In Europa wird es solche Spiele nicht geben. Hier warten andere Kaliber.

    "Die EuroLeague ist nochmal viel stärker als letztes Jahr", glaubt Bayern-Kapitän und Nationalspieler Danilo Barthel. Einschüchtern lassen sich die Münchner aber nicht - denn Geschäftsführer Marko Pesic und Sportdirektor Daniele Baiesi haben das Team ganz bewusst mit Blick auf die Königsklasse noch einmal verstärkt. "Wir sind in der Breite deutlich besser als letztes Jahr", so Pesic.

    Monroe und Zipser erhöhen die Chancen

    Der langjährige NBA-Profi Greg Monroe, der gegen Hamburg mit 18 Punkten und zehn Rebounds gleich mal ein "Double-Double" auflegte, Nationalspieler Paul Zipser sowie der französische WM-Dritte Mathias Lessort sind drei von sieben Neuzugängen im Kader. Vor allem 2,11-Meter-Riese Monroe als neuer Turm im Angriff soll in der Euroleague für Furore sorgen, auch wenn er vielleicht nicht so spektakulär auftritt wie Derrick Williams in der vergangenen Saison. "Wir haben viele Optionen", sagt Baiesi.

    Die werden schon gegen Olimpia Mailand gefragt sein. Die Italiener holten Trainer-Legende Ettore Messina aus der NBA zurück nach Europa und Spielmacher Sergio Rodriguez von Titelverteidiger ZSKA Moskau.

    Überhaupt rüstete die Euroleague - in der erstmals 18 Mannschaften im Jeder-gegen-Jeden-Modus antreten und es zu 34 Vorrundenspielen kommt - im Sommer gewaltig auf. "Es zeigt, dass die Euroleague nach der NBA die beste Liga der Welt ist", betonte Bayern-Manager Pesic. Er hatte die Transfer-Entschlossenheit einiger Teams selbst erfahren, als ihm Stefan Jovic, Devin Booker und Derrick Williams abgeworben wurden.

    Alba Berlin - "Stichling im Haifischbecken"

    Während sich die Bayern mit ihrem Starensemble berechtigte Hoffnungen auf den erstmaligen Einzug eines deutschen Teams in die Play-offs machen dürfen, geht Vizemeister Alba Berlin als krasser Außenseiter in die Saison auf internationalem Parkett. Zwar haben die Berliner ihren Kader nahezu komplett beisammen gehalten, finanziell können sie mit den Schwergewichten Europas aber nicht mithalten.

    "Wie ein Stichling im Haifischbecken", beschrieb die Berliner Morgenpost Albas Rolle in der EuroLeague. Die Berliner wollen aber für die eine oder andere Überraschung sorgen. "Wir wollen beweisen, dass wir wettbewerbsfähig sind", sagte Sportdirektor Himar Ojeda. Zugleich bereitete der Spanier das Umfeld auf die Realität vor. "Wir müssen uns alle daran gewöhnen, dass wir oft verlieren."