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FC Bayern auf Schalke vermutlich noch ohne Coutinho | BR24

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FC-Bayern-Trainer Niko Kovac wird Neuzugang Philippe Coutinho beim Bundesliga-Spiel auf Schalke nicht in der Startelf bringen. Der Brasilianer ist aber zumindest im Kader des deutschen Rekordmeisters.

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FC Bayern auf Schalke vermutlich noch ohne Coutinho

Der spektakulärste Neuzugang des FC Bayern München in dieser Saison bleibt zunächst nur Zuschauer: Trainer Niko Kovac wird den Brasilianer Philippe Coutinho im Bundesligaspiel auf Schalke wohl schonen. Noch stimmt die Fitness des Brasilianers nicht.

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Jérôme Boateng und Jann-Fiete Arp erkrankt, Leon Goretzka schon seit einer Woche verletzt - drei Spieler fehlen FC-Bayern-Trainer Niko Kovac auf jeden Fall am Samstag beim Bundesliga-Gastspiel auf Schalke. Natürlich waren alle gespannt, wie Kovac im Bundesligaspiel bei Schalke 04 (Anstoß, 18.30 Uhr, Liveeinblendungen in Heute im Stadion auf Bayern 1) mit seinen jüngsten Neuzugängen Ivan Perisic, Mickaël Cuisance und vor allem Philippe Coutinho plant.

Noch fehlt die Fitness, Coutinho aber im Kader

Coutinho sei "mit Sicherheit noch nicht auf dem Fitnessniveau, welches er braucht, um von Beginn an oder über 90 Minuten zu spielen." Kovac will kein Risiko eingehen und Coutinho behutsam aufbauen. Kovac verwies darauf, dass Coutinhos Ex-Klub Barcelona erst seit zwei Wochen im Training sei und der Brasilianer in den dortigen Testspielen nur zehn Minuten gespielt habe: "Das bedeutet, er hat Nachholbedarf und dem werden wir Rechnung tragen."

Immerhin: Auf Nachfrage bestätigte Kovac, dass Coutinho auf Schalke zumindest im Kader des deutschen Rekordmeisters stehen wird.

"Es muss alles passen. Denn nur dann kann er seine Fähigkeiten zeigen." Niko Kovac über Philippe Coutinho

Kovac über Coutinho: ruhig, bescheiden, demütig

Und obwohl Coutinho also wohl auf Schalke noch nicht auflaufen wird, drehte sich dennoch alles um den neuen vermeintlichen Superstar. Ob ihm Kovac eine Sonderrolle geben wird und vielleicht sogar das Spielsystem um ihn herum baut? "Er ist nicht der Typ, der eine Sonderstellung möchte oder verlangt", parierte Kovac sachlich: "Das ist ein Weltklassefußballer. Aber ein sehr ruhiger, bescheidener, demütiger junger Mann, der nicht das braucht, was vielleicht der eine oder andere braucht."

Spielposition wichtiger als Spielsystem

Ums Spielsystem seiner Bayern macht sich Kovac also auch mit Coutinho - dessen stärkste Position ist die eines klassischen "Zehners" - ohnehin am wenigsten Sorgen. Der Trainer verwies darauf, dass die Münchner auch schon in der vergangenen Saison mehrere System gespielt haben und überhaupt: "Entscheidend sind nicht die Systeme. Entscheidend sind die Profile der Positionen, die ausgefüllt werden müssen." Und angesichts der jüngsten Verstärkungen wirkte Kovac überzeugt, für jedes Spiel passendes Personal im passenden System aufbieten zu können.

Nach Hertha ist vor Schalke

Jenseits aller Personalgedanken hat sich Kovac nach dem ernüchternden 2:2 am 1. Spieltag gegen Hertha BSC Berlin aber vor allem auch mit dem kommenden Gegner Schalke 04 befasst. Was muss besser werden als beim Saisonauftakt? "Das Spiel war ein richtig gutes Spiel mit einem leider nicht befriedigenden Ergebnis", sagte Kovac, der die Partie gegen Hertha unter der Woche "mehrmals" analysiert habe.

Gefehlt habe oft aber noch "der letzte finale Pass, der letzte Überblick" - diese Defizite seien in der vergangenen Woche angesprochen worden. Das habe er gezielt trainiert und "das wollen wir am Wochenende sehen." Im Vergleich zum Hertha-Spiel müssen man nur "das Ergebnis anders gestalten: Dann sind wir alle glücklich."

Kovac und die Causa Renato Sanches

Klartext redete Kovac dann noch, was die Personalie Renato Sanches betrifft. Der Portugiese hatte sich nach dem Hertha-Spiel öffentlich über seine geringe Einsatzzeit beschwert. Nach Medienberichten soll er dafür mit einer Geldstrafe belegt worden sein. Kovac bestätigte zwar die Geldstrafe, erklärte aber, dass dies nichts mit Sanches' Kritik zu tun habe: Vielmehr habe der Portugiese das Training nach dem Spiel mit Fitnesscoach Holger Broich verpasst.

Mögliche Spekulationen, ob Sanches oder etwa Boateng, dem ebenfalls Unzufriedenheit nachgesagt wird, den Klub noch verlassen könnten, kommentierte Kovac neutral. "Klar, die Unzufriedenheit ist da. Das ist auch gut für die Fußballer, jeder möchte spielen", sagte der Trainer. Allerdings betonte er, dass er sich mit seinem Team nur auf das Schalke-Spiel konzentrieren werde: "Alles andere wird kommen." Das Transferfenster in Deutschland schließt am 2. September.

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Niko Kovac, Trainer von Bayern München, muss die neuen Spieler schnell integrieren, aber trotzdem gute Ergebnisse liefern. Superstar Philippe Coutinho wird noch geschont: "Wir werden ihn nicht verheizen. Er ist noch nicht soweit."