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FC-Augsburg-Vorbereitung in Algorfa mit Problemen behaftet | BR24

© picture alliance / Sven Simon

Caiuby im Gespräch mit Trainer Manuel Baum

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    FC-Augsburg-Vorbereitung in Algorfa mit Problemen behaftet

    Eigentlich wären die Bedingungen für die Augsburger im Trainingslager perfekt, aber sie kämpfen unter der spanischen Sonne mit so einigen Problemen: Allen voran mit der Personalsituation. Einige Spieler fehlen verletzt, Caiuby aus privaten Gründen.

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    Zum zweiten Mal in dieser Saison verpasst der brasilianische Stürmer Caiuby aus privaten Gründen ein komplettes Trainingslager des FC Augsburg. "Ich rechne hier nicht mehr mit ihm", sagte Stefan Reuter in Algorfa, da der Klub die Rückreise bereits am 12. Januar antritt. Zu den Konsequenzen für den 30-Jährigen hält sich der Sport-Geschäftsführer bedeckt. Schon im Sommer war der Brasilianer erst mit Verzögerung in die Saisonvorbereitung eingestiegen, weil er eigenmächtig seinen Heimaturlaub verlängert hatte. Dafür erhielt er eine saftige Geldstrafe. Droht Caiuby nun sogar das Aus?

    Das Thema nervt, zumal den auf Tabellenplatz 15 abgestürzten FCA eigentlich seine mannschaftliche Geschlossenheit auszeichnet. Auch wenn Kapitän Daniel Baier von einer Belastung durch die Dauerdebatte um den Südamerikaner nichts wissen will. "Ich weiß nicht, was los ist, und ehrlich gesagt, interessiert es mich auch nicht. Wir brauchen Jungs, die mitziehen. Die, die da sind, ziehen voll mit. Das zählt aktuell", betonte der 34 Jahre alte Routinier.

    Schieber erleidet Oberschenkelverletzung

    Neben Unruheherd Caiuby stellt auch die Liste der verletzten Spieler Trainer Manuel Baum vor eine große Herausforderung: Zuletzt meldete sich Stürmer Julian Schieber mit einer Blessur im linken Oberschenkel vom Training ab. Im schlimmsten Fall ist das Trainingslager an der Costa Blanca für den 29-Jährigen vorzeitig beendet. Vor Schieber hatten schon Felix Götze, Sergio Cordova, Jeffrey Gouweleeuw, Martin Hinteregger und Sami Khedira wegen diverser Verletzungen mit dem Training aussetzen müssen.

    Linksverteidiger Philipp Max ist vor der Anreise an einem Magen-Darm-Infekt erkrankt und erst gar nicht mit in das Fünf-Sterne-Ressort geflogen. Damit ist für Baum die Arbeit am Feinschliff extrem schwierig. Alleine die etatmäßige Viererkette aus Max, Gouweleeuw, Hinteregger und Jonathan Schmid kann sich im Winterquartier nicht richtig einspielen.

    Testspiel gegen Royal Antwerpen FC

    Immerhin haben die Fuggerstädter gegen den belgischen Erstligisten Royal Antwerpen FC ihr einziges Testspiel der Vorbereitung mit 3:1 gewonnen. Der Tabellendritte der belgischen Jupiler League, bei dem Ex-FCA-Spieler Daniel Opare unter Vertrag steht, hatte direkt nebenan, quasi parallel zum FCA auf dem zweiten Trainingsplatz der Sportanlage des Hotels trainiert.

    Jetzt bleibt aber nicht mehr allzu viel Zeit bis zum Rückrundenstart am 19. Januar mit einem Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf.

    "Es werden nur die spielen, die 100 Prozent fit sind und 100 Prozent geben können." FCA-Coach Manuel Baum

    Zittern um den Klassenerhalt

    Seit dem Aufstieg 2011 hielten die regelmäßig als Abstiegskandidat gehandelten Fuggerstädter die Klasse, mussten aber zuletzt drei Mal nacheinander bis in die letzte Saisonphase zittern. Das droht dem Team von Baum auch in diesem Jahr - und das, obwohl Stürmer Alfred Finnbogason meinte: "Ich bin immer noch überzeugt, dass wir eine Mannschaft haben, die in die obere Tabellenhälfte kommen könnte."

    © picture alliance / Sven Simon

    FCA-Stürmer Alfred Finnbogason beim Torjubel

    Der Isländer stieß nach der Geburt seines Sohnes zwar verspätet zum Team, kann aber trotz dicker Krankenakte beschwerdefrei in Spanien trainieren. Mit sieben Treffern ist der 29-Jährige immerhin der erfolgreichste Augsburger Torschütze der laufenden Saison. Der Goalgetter zählt damit zu den Lichtblicken Baums.

    Torwartfrage noch offen

    Bis zum ersten Rückrundenspiel muss sich Baum dann auch festlegen, welchen Keeper er gegen die Fortuna ins Tor stellt: Mit der Leihe des Schweizer Torwarttalents Gregor Kobel von 1899 Hoffenheim haben die Schwaben eine neue Konkurrenzsituation für Andreas Luthe und Fabian Giefer geschaffen. Kobel zeigt sich im Training reaktionsschnell und selbstbewusst. "Ich bin top motiviert", verkündete er. Nach zuletzt durchwachsenen Leistungen muss Luthe zulegen. Ein vorzeitiger Abschied des 31-Jährigen in die USA steht im Raum.