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FC Augsburg: "Nie wieder so auftreten!" | BR24

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FCA-Trainer Martin Schmidt

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    FC Augsburg: "Nie wieder so auftreten!"

    Dieses Debakel wirft Fragen und Zweifel auf. Nach dem 1:5 des FC Augsburg in Mönchengladbach wartet auf Trainer Martin Schmidt mehr Arbeit in der Länderspielpause, als er das erahnt haben dürfte.

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    "Wir werden alles hinterfragen, das Team, ich mich, unser Trainerteam, die Herangehensweise", versicherte der Schweizer Coach nach der Demütigung in Mönchengladbach. Und die nächsten Aufgaben werden nicht einfacher: "In zwei Wochen steht Bayern an und bis dahin müssen wir uns ganz anders präsentieren."

    Vor allem die erste Hälfte beim erschreckenden Augsburger Auftritt am Sonntag lässt für den schwäbischen Bundesligisten Schlimmstes befürchten. Nach 13 Minuten stand es durch Denis Zakaria und zweimal Patrick Herrmann 0:3. Beim 0:4 durch Alassane Plea half Torwart Tomas Koubek mit einer Slapstick-Einlage kräftig mit. "Hinten raus muss man von einem Tag reden, den man sehr selten in der Art erlebt", stellte Schmidt zerknirscht fest. "Vieles, bei dem wir dachten, wir sind schon einen Schritt weiter, da sind wir wieder zwei Schritte zurück."

    Schmidts Erfolgskurve zeigt nach unten

    Seit April ist Schmidt als Nachfolger von Manuel Baum beim FCA in der Verantwortung. Nach dem furiosen Start mit Siegen in Frankfurt (3:1) sowie gegen Stuttgart (6:0) und einem wichtigen Impuls für den neuerlichen Klassenverbleib war die Ausbeute ernüchternd. In den vier folgenden Partien der vergangenen Saison gab es nur noch einen Punkt. In dieser Spielzeit bedeuten fünf Zähler Rang 14 und eine beunruhigende Nähe zur Abstiegszone.

    "Die Niederlage tut richtig weh, das müssen wir erst einmal sacken lassen. Aber wir sind charakterlich eine gute Truppe und werden wieder anders auftreten", sagte Stürmer Florian Niederlechner. Er traf nach dem Seitenwechsel ebenso wie Gladbachs Breel Embolo.

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    FCA-Torwart Tomas Koubek beim 4:0 der Gladbacher

    Desolate Defensive - Druck auf den Trainer wächst

    Viel schlimmer als die reine Punktausbeute sind in der Schmidt-Bilanz allerdings die Ausreißer nach unten. 1:8 im Mai in Wolfsburg, 1:5 im August in Dortmund - und jetzt eben Mönchengladbach. "Wir müssen es wieder auf den kleinsten gemeinsamen Nenner runterbrechen und beginnen, wo wir vor zwei, drei Wochen waren", sagte Schmidt, dessen Vertrag sich beim FCA durch den Nichtabstieg bis 2021 verlängerte.

    Der Druck auf Schmidt steigt nach der Abreibung vom Niederrhein. Noch kann der Schweizer für sich anführen, dass er einen größeren Umbruch im Augsburger Team moderieren muss. Doch nach sieben Spieltagen hält besonders die neue Defensive noch nicht, was sie verspricht. 19 Gegentore - kein Bundesligist kassierte mehr Treffer, nur Aufsteiger Paderborn genauso viele. Und der Neuling aus Ostwestfalen hat die Partie gegen die Torfabrik des FC Bayern schon hinter sich. "Jetzt kommen zwei Wochen, in denen wir jeden Tag Schritte machen müssen. Es stehen große Herausforderungen an in zwei Wochen", sagte Schmidt.

    Am 19. Oktober erwarten die Schwaben den großen bayerischen Nachbarn. Gegen die nach dem 1:2 gegen Hoffenheim angestachelten Münchner um Torschützenkönig Robert Lewandowski könnte es also noch schlimmer kommen als gegen den neuen Spitzenreiter Gladbach. "Wir dürfen als FC Augsburg in dieser Liga nie wieder so auftreten", erklärte Abwehrspieler Philipp Max.