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FC Augsburg: Mit Konkurrenzdruck zum Charaktertest in Köln | BR24

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FCA-Trainer Martin Schmidt spürt in seinem gut besetzten Kader das "Knistern". Nach zwei guten Auswärtsspielen will er die positive Tendenz beim 1. FC Köln fortsetzen.

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FC Augsburg: Mit Konkurrenzdruck zum Charaktertest in Köln

Nach dem Befreiungsschlag gegen Hertha BSC Berlin stehen für den FC Augsburg weitere richtungsweisende Spiele an: Die Partie beim 1. FC Köln wird nicht nur für die rheinischen Gastgeber zum Charaktertest. Im Augsburger Kader knistert es.

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"Viel kerniger, intensiver, fast englisch", nennt Trainer Martin Schmidt die Augsburger Spielweise in den vergangenen Wochen. Mit diesem Tempofußball und dem nötigen Konkurrenzdruck im Kader ist auch der Erfolg wieder zurückgekehrt. Die Augsburger zeigten beim 4:0 gegen Berlin eine starke Leistung, sechs Punkte aus zwei Spielen und ohne Gegentor - so kann es weitergehen.

Aufschwung und Konkurrenz

Aus einem "Trendchen könnte ein Trend" werden, sagte Trainer Martin Schmidt kürzlich. Mitverantwortlich für den Aufschwung macht er die harte Konkurrenzsituation im Kader. "Wir wussten vor der Saison, wir müssen den Konkurrenzkampf und Leistungsdruck erhöhen - und da ist dann natürlich ein Knistern dabei. Das hat mit der Qualität des Kaders zu tun", erklärte Schmidt.

Hahn und Gouweleeuw wieder gefragt

Die zuvor unzufriedenen Andre Hahn und Jeffrey Gouweleeuw sind wieder fit und zwei Gewinner aus dem Berlin-Spiel. Wie Torschütze Sergio Cordova haben sie sich für mehr Einsatzzeit beworben. Alle drei stehen wohl gegen Köln in der Startelf. Youngster Marco Richter ist mit einer Oberschenkelprellung fraglich und könnte auf die Bank rücken. "Das zu moderieren, ist die Herausforderung als Trainer", so Schmidt. Verletzt fehlt der erfahrene Torjäger Alfred Finnbogason. Um solche Ausfälle zu kompensieren - genau dafür hat Augsburg den Kader in die Breite weiterentwickelt.

© picture alliance/dpa

Augsburgs Sergio Cordovar (l.) und Andre Hahn

Gregoritsch muss kämpfen

Wohin der Konkurrenzkampf aber auch führen kann, zeigte die Personalie Michael Gregoritsch: Nach seiner allzu offenen Kritik ("Hauptsache weg") samt Suspendierung ist er jetzt zurück im Kader und hat sich entschuldigt. "Die Sache ist im Sinne des Teams ausgeräumt", sagte Schmidt. "Das Ziel ist, dass wir die Qualität von Michael im Kader haben wollen und auch auf dem Platz", ergänzte der Schweizer.

Zwei richtungsweisende Partien

Während sich Augsburg im Aufschwung befindet, ist die sportliche Lage beim 1. FC Köln mit dem Trainerwechsel zu Markus Gisdol und der jüngsten 1:4-Pleite in Leipzig weiterhin prekär. Kölns neuer Manager Horst Heldt sprach vorab von einem Charaktertest: "In solchen Momenten zeigt sich der Charakter eines Traditionsklubs. Wir müssen jetzt gemeinsam zeigen, was diesen Verein ausmacht. Andere Mannschaften müssen wieder Angst haben, hierher zu kommen", sagte Heldt.

Charakter und Kampfgeist

Die Schwaben werden diese Worte als Warnung auffassen, können sie aber fast genau so für sich in Anspruch nehmen. Die Tradition in Augsburg ist zwar nicht ganz so groß wie in Köln, aber Charakter und Kampfgeist sind auf beiden Seiten gefragt. Insbesondere weil die zwei nächsten Aufgaben gegen direkte Konkurrenten für Augsburg richtungsweisend sind: Köln und Mainz. Punkten die Augsburger in den beiden Duellen gegen die rheinischen Teams haben sie sich im Abstiegskampf Luft verschafft und können sogar in Richtung der oberen Tabellenhälfte blicken. Wenn nicht, bleiben sie unten drin. Wohin also geht die Reise?