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FC Augsburg: Gestiegene Erwartungen im Schwabenland | BR24

© picture alliance/dpa

Trainer Martin Schmidt

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    FC Augsburg: Gestiegene Erwartungen im Schwabenland

    Der FC Augsburg hat in der Hinrunde zwei Gesichter gezeigt und überwintert auf Platz zehn. Auch wenn nach wie vor vom Klassenerhalt die Rede ist, sind die Ziele bei den Schwaben mittlerweile aber gestiegen. Trainer Martin Schmidt muss liefern.

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    So lief die Hinrunde

    Nach einem Fehlstart in die Saison mit frühem Pokalaus (1:2 beim SC Verl) und nur einem Sieg in den ersten zehn Ligaspielen, standen die Augsburger im Tabellenkeller und Trainer Martin Schmidt schon fast vor dem Aus. Dann legten die Schwaben den besten Erfolgslauf in ihrer Bundesliga-Geschichte (16 Punkte in sechs Spielen) hin, besiegten unter anderem furios Hertha BSC Berlin (4:0) und 1899 Hoffenheim (4:2) und hätten vor der Winterpause beinahe noch beim Herbstmeister RB Leipzig (1:3) gepunktet. Am Ende zweier völlig unterschiedlicher Hinrunden-Hälften stehen 23 Punkte und Platz zehn - acht Punkte vor dem Relegationsplatz und nur vier Zähler hinter Europa. Damit können die Augsburger sicher zufrieden sein.

    Wer kommt, wer geht

    Der Kader wurde noch im Spätsommer mit Tin Jedvaj, Stephan Lichtsteiner oder Felix Uduokhai kräftig verstärkt, das erklärt auch die lange Anlaufzeit, die die Augsburger in dieser Saison benötigten. In der Winterpause war eigentlich kein Bedarf für Neuverpflichtungen, doch als der bereits im Sommer heiß begehrte Mittelfeldspieler Eduard Löwen frei wurde, schlugen die Fuggerstädter zu. Der 22-Jährige ist bis Ende Juni 2021 von Hertha BSC Berlin ausgeliehen. Umgekehrt verleihen sie den unzufriedenen Österreicher Michael Gregoritsch, der kaum Spielzeit bekam, nach Schalke.

    Der Trainer

    Martin Schmidt hat in Augsburg etwas Anlaufzeit gebraucht, aber seine Ankündigung vom "direkten, vertikalen Tempospiel" wahr gemacht. Der Kader wurde entsprechend den Vorstellungen des Trainers mit schnellen Flügelspielern und Angreifern wie Ruben Vargas, Iago oder Florian Niederlechner - mit acht Toren und acht Vorlagen Augsburgs Spieler der Hinrunde - sinnvoll verstärkt. Schmidt muss aber weiter liefern.

    Erwartungen an die Rückrunde

    Die Erwartungen in Augsburg sind wahrscheinlich so hoch wie noch nie. Auch wenn offiziell nach wie vor nur vom "Klassenerhalt" die Rede ist, die Schwaben wissen um ihre neue Qualität: Der Kader ist der stärkste in der neunjährigen Bundesligageschichte und das Team hat enormes Potenzial. Leistungsträger und Perspektiv-Nationalspieler wie Philipp Max und Marco Richter konnten im Sommer gehalten werden, dazu wurden mehr als 30 Millionen Euro investiert. Der FC Augsburg ist vom Papier her längst kein Abstiegskandidat mehr.