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FC Augsburg: Die Kurve zeigt nach Heimsieg-Jubiläum nach oben | BR24

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In einer hitzigen Partie zeigte sich der FC Augsburg als die cleverere und effizientere Mannschaft. Nach einer Roten Karte für Herthas Torhüter brach bei den Gästen aus Berlin das Chaos aus, was die Fuggerstädter gleich vierfach zu nutzen wussten.

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FC Augsburg: Die Kurve zeigt nach Heimsieg-Jubiläum nach oben

Nach dem 4:0 gegen Hertha BSC Berlin geht der Trend beim schwach gestarteten FC Augsburg klar nach oben. Der Sieg markiert ein Jubiläum in der Bundesliga. Aber es gibt auch Konfliktpotenzial, das Trainer und Manager bekämpfen müssen.

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Ausgelassener Jubel, zunächst auf dem Rasen, dann mit den Fans in der Kurve: Beim 4:0 gegen Berlin lief für den FC Augsburg an einem "Glückstag", wie es Trainer Martin Schmidt nannte, alles perfekt. Am Ende einer ansprechenden Leistung gegen überforderte Berliner stand der 50. Bundesliga-Heimsieg. Das Jubiläum könnte eine Trendwende in der Entwicklung der neuformierten Augsburger Mannschaft unter dem Trainer Schmidt markieren.

Kurve zeigt nach oben

Zwei Sieg in Folge (1:0 in Paderborn, 4:0 gegen Berlin), zwei Mal zu Null gespielt: Die Kurve zeigt nach oben, nicht mehr nur bei der Leistung, sondern auch bei den Ergebnissen. "Jetzt wird langsam aus einem Trendchen ein Trend", sagte Trainer Schmidt auf der Pressekonferenz.

Direkte Konkurrenten

Den Augsburgern spielt dabei auch das Restprogramm bis zur Winterpause in die Karten: Nach den schwierigen Gegnern im Oktober warten jetzt viele direkte Konkurrenten auf die Schwaben. Gegen zwei, eben Paderborn und Berlin, hat man schon gewonnen. Es folgen Köln (30.11.) und Mainz (7.12.). "Wir wissen, dass wir in den nächsten Wochen eine Riesenchance haben. Wir können uns bis zum Winter richtig hinten rausschießen", sagte André Hahn, neben Philipp Max, Sergio Cordova und Florian Niederlechner einer der vier Torschützen gegen Berlin.

Abwehr stabilisiert sich

Gegen die Kontrahenten aus der zweiten Tabellenhälfte hat der FC Augsburg bislang sehr gut ausgesehen, das soll so bleiben. Insbesondere da die anfangs sehr wackelige Abwehr endlich Stabilität gefunden hat: Neuzugang Tin Jedvaj stabilisiert sich nach und nach. Jeffrey Gouweleeuw ist nach langer Verletzung und anschließendem Bankplatz wieder eine Option. Und Philipp Max kommt nach dem Wechseltheater im Sommer, an dessen Ende er doch bleiben musste, allmählich wieder in Topform, die ihn im vergangenen Jahr zu einem Kandidaten für die Nationalelf gemacht hatte.

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Martin Schmidt ist nicht nur Cheftrainer des FC Augsburg, sondern auch Chefdiplomat. Mit der Causa Gregoritsch geht er jedenfalls sehr entspannt um und hält dem Österreicher eine Türe offen.

Tür für Gregoritsch offen

Dazu besitzt Augsburg mittlerweile eine Breite im Kader wie nie. So fällt auch die Suspendierung des unzufriedenen Michael Gregoritsch nicht ins Gewicht. Trainer Schmidt hielt seinem Mittelfeldmann zwar schon vor der Partie in Berlin demonstrativ die Tür offen, aber selbst ein Abgang im Winter wäre für Augsburg gut kompensierbar.

Kampfgeist ist zurück

"Wir sind als Mannschaft sehr spät zusammengestellt worden. Man merkt jetzt, dass wir eine richtig geile Einheit sind", sagt Niederlechner, der erfolgreichste Torschütze der Saison: "Jeder kämpft für den anderen. Da geht das Herz auf, man hat richtig Spaß!" Der alte Augsburger Kampfgeist, mit dem man jetzt schon im neunten Jahr in Folge in der Bundesliga dabei ist, ist also auch wieder spürbar. Das zehnte Jahr in der höchsten Spielklasse wäre für die Augsburger ein weiterer Meilenstein - und das nächste Bundesliga-Jubiläum.