BR24 Logo
BR24 Logo
Sport

Fan-Proteste im Rahmen, Schickeria stichelt gegen Rummenigge | BR24

© BR24 Sport

Der FC Bayern München zieht mit einem 1:0 (1:0)-Sieg beim FC Schalke 04 ins DFB-Pokal-Halbfinale ein. Die Münchner zeigen ein kontrolliertes Spiel, auch auf den Tribünen bleibt es größtenteils überraschend ruhig.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Fan-Proteste im Rahmen, Schickeria stichelt gegen Rummenigge

Kritische Worte statt des großen Knalls: Nach den Beleidigungen gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp zeigten sich Fans wie Verantwortliche beim Spiel zwischen Schalke und Bayern im DFB-Pokal größtenteils besonnen. Doch die Diskussion geht weiter.

Per Mail sharen

Die Schalke-Fans griffen die Vorfälle des Wochenendes auf und den Deutschen Fußball-Bund an: So bezeichneten sie die drohenden Spielabsagen als "Erpressung" und betonten ihre ablehnende Haltung gegen Kollektivstrafen, die zuvor auch von anderen Experten kritisch gesehen wurde. Einige Plakate waren in der Wortwahl scharf ("Dementer Fußball-Bund"), aber persönliche Beleidigungen gegen TSG-Mäzen Dietmar Hopp oder andere Beteiligte gab es nicht.

Schickeria gegen Rummenigge

Schon vor dem Spiel hatte Bayerns größter Fanklub "Schickeria München" in einem Statement gegen FCB-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und dessen Anti-Hass-Kommission gestichelt: "Lauthals lachen mussten wir, als Karl-Heinz Rummenigge sich auch noch dazu genötigt sah, zu äußern, dass er sich notfalls mit Leibwächtern vor uns schützen würde", schrieb die größte Ultra-Gruppe des deutschen Fußball-Rekordmeisters über den Klub-Boss in einem Statement am Dienstag. "Nun war das dramatische Narrativ der potentiellen Mörder aus der Kurve, die alle braven Akteure bedrohen und körperlich angehen, vollendet", fügte die Schickeria hinzu.

Reaktionen seien "übertrieben"

Ein Großteil der Reaktionen seien "übertrieben" und "ließen jegliche inhaltliche Einordnung" vermissen. Und weiter: "Wenn der DFB sich nun zum Ziel setzt, dass Kurven sauber sein müssen und vom DFB reguliert werden können, dann wird das Widerstand hervorrufen". Beleidigungen seien im Fußball gang und gäbe, und Fankurven seien keine Gerichtssäle. Die obszöne Wortwahl erklärten die Ultras als Akt der Solidarität mit den Fans von Borussia Dortmund, die wegen wiederholter Schmähungen vom DFB für die kommenden zwei Spielzeiten von Spielen in Sinsheim ausgeschlossen worden waren.

Löw fordert hartes Durchgreifen

Unterdessen hat sich auch Bundestrainer Joachim Löw am Rande der Nations League-Auslosung zur Thematik geäußert: "Wir alle sind gegen Rassismus, Gewalt und Beleidigungen gegen einzelne Personen im Stadion. Wohin das geführt hat, hat man am Wochenende gesehen. Das darf nicht häufiger stattfinden", sagte Löw. Er forderte alle Beteiligten auf, "so hart wie es irgendwie geht" gegen die Übeltäter vorzugehen.