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Fan-Initiative "Unser Fußball" trifft DFB und DFL | BR24

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Die Fan-Initiative "Unser Fussball" kommt heute mit DFB-Präsident Fritz Keller sowie Vertretern der DFL zusammen. Die Fanvertreter wollen ihren Forderungen nach einer grundlegende Reform des Fußballs endlich im direkten Gespräch Nachdruck verleihen.

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Fan-Initiative "Unser Fußball" trifft DFB und DFL

Die Fan-Initiative "Unser Fussball“ kommt heute mit DFB-Präsident Fritz Keller sowie Vertretern der DFL zusammen. Die Fanvertreter wollen ihren Forderungen nach einer grundlegende Reform des Fußballs endlich im direkten Gespräch Nachdruck verleihen.

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"Unser Fußball“ trifft DFB und DFL. Unter diesem Motto begegnen sich "die von der Basis“ mit denen "da oben“. Der Zusammenschluss zahlreicher Fanszenen hatte vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) und der Deutschen Fußball Liga (DFL) zuletzt grundlegende Reformen für mehr wirtschaftliche Nachhaltigkeit und Fairness im Fußball gefordert. Dieser solle "nachhaltig, basisnah und zeitgemäß" sein - schließlich habe die Coronakrise gezeigt, "wie arg der Fußball von seinen Fans lebt", so Fan-Bündnis-Sprecher Manuel Gaber schon im Juli.

Drei Vertreter des Fan-Bündnisses wollen ihre Erklärung und die Liste der Unterstützer jetzt den beiden Dachverbänden offiziell übergeben. Nach ihren Angaben haben sich über 2.500 Fan-Organisationen und -gruppen und damit rund eine halbe Million Menschen inzwischen den Forderungen nach einer Reform angeschlossen.

Keller-Initiative und DFL-Taskforce gehen Fans nicht weit genug

DFB-Präsident Keller wirbt bereits in einem Fünf-Punkte-Plan für mehr Nachhaltigkeit und eine sinnvolle wirtschaftliche Regulierung des Fußballs. Der erscheint den Anhängern allerdings zu wenig. Zu kurz greife auch die geplante Taskforce "Zukunft Profifußball“, die im September ihre Arbeit aufnehmen und laut DFL-Geschäftsführer Christian Seifert "einige Entwicklungen zur Vergangenheit reflektieren“ soll. Den Arbeitsgruppen sollen Vertreter der Erst- und Zweitligisten, des DFB und externe Personen aus verschiedenen Bereichen angehören.

Erklärung sorgt für kontroverse Diskussionen im Profifußball

Die Erklärung hatte schon im Vorfeld der Übergabe schon eine kontroverse Diskussion im Profigeschäft ausgelöst und war vor allem von Spitzenkräften des FC Bayern München kritisiert worden. Karl-Heinz Rummenigge hatte vor allem das Bündnis "Unser Fußball" kritisiert, er bezeichnete dessen Namen als "anmaßend", da den Fans der Fußball nicht gehöre. "Wir sagen nicht, dass der Fußball uns allein gehört. Wir sagen, wie wir uns unseren Fußball wünschen", hatte Gaber dagegen gehalten.

Auch die aus Sicht der Fanorganisationen ungerechte Verteilung der Fernsehgelder sorgte bereits für Diskussionsstoff. "Der ehemalige FC Bayern Präsident Uli Hoeneß hatte im Blickpunkt Sport bereits erklärt, dass er die Verteilung "total korrekt" findet. Den Beitrag den der FC Bayern etwa in China oder in den USA leistet", sei natürlich wesentlich größer als der von Paderborn. "Die große Diskrepanz entsteht bei den Auslandsvermarktungsrechten." Er glaubt aber nicht, dass, wenn der FC Bayern zugunsten der kleineren Vereine auf Gelder verzichten würde, sich groß etwas verändern würde.

"Seit 10 Jahren wird der FC Bayern Meister, das ist ungerecht“ Manuel Gaber