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Ex-Münchner Göktan über Drogen-Zeit: "Komplett zerstört" | BR24

© picture alliance/dpa

Ex-1860-Spieler Berkant Göktan

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    Ex-Münchner Göktan über Drogen-Zeit: "Komplett zerstört"

    Der frühere Fußball-Profi Berkant Göktan hat elf Jahre nach seinem Rauswurf beim TSV 1860 München und dem Weggang aus Deutschland über seine intensive Kokain- und Alkoholabhängigkeit gesprochen. Jetzt will er in München neu anfangen.

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    Vom hochgehandelten Talent zum Problem-Spieler und Drogenfall: Berkant Göktan, einst Bayern- und 1860-Profi hat jetzt über seine schwierige Zeit in München gesprochen. "Es war die Gier, es waren falsche Freunde. Wenn man einmal Drogen nimmt, möchte man es nochmal versuchen. Man kann nicht aufhören", sagte der heute 38-Jährige in einem Sport1-Interview rückblickend. Und weiter: "Es war eine Sache, die ich als junger Mensch ausprobiert habe und an der ich dann hängen geblieben bin". Heute sei er clean und wolle in München ein neues Leben anfangen.

    Riesentalent stürzt ab

    Göktan galt rund um die Jahrtausendwende als großes Talent und wurde im Nachwuchs des FC Bayern ausgebildet. Für die Münchner sowie Mönchengladbach, Bielefeld und Kaiserslautern bestritt er insgesamt 28 Bundesliga-Partien, dazu kamen 37 Einsätze in der 2. Liga beim TSV 1860 München. Im Oktober 2008 kündigten ihm die Löwen nach einem positiven Drogentest.

    "Mich hat es komplett zerstört, und zusätzlich hat auch das Image des Vereins sehr stark gelitten", sagte der gebürtige Münchner, der für die Türkei U21-Nationalspieler war. Bei den Löwen war er der Hoffnungsträger für den Bundesliga-Aufstieg. "Ich habe den Erfolg bei Sechzig damals nicht verarbeiten können. Es ging alles zu schnell", erinnerte er sich.

    Koks und Alkohol

    Göktan, der für Bayern und Galatasaray Istanbul auch in der Champions League im Einsatz war, berichtete zudem über heftigen Alkoholmissbrauch. "Ich habe sehr lange exzessiv getrunken. (...) Ich habe mich einfach zu Hause eingesperrt und die Drogen und den Alkohol allein für mich konsumiert", erzählte er. Auch seine Mitspieler hätten damals gemerkt, dass er betrunken zum Training erschienen sei.

    Über Thailand zurück nach München

    Nach dem Rauswurf beim TSV verließ Göktan Deutschland und flog nach Thailand. Ein Comeback beim SV Heimstetten in der Regionalliga scheiterte im Sommer 2013. Seit Kurzem ist er mit seiner Frau und zwei Kindern wieder in München und lebt bei den Eltern und Brüdern, wie er sagte. Der Hauptgrund für die Rückkehr sei sein Sohn, der Autist ist und in Deutschland besser gefördert werden könne.