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Ex-Fußball-Nationalspieler Berthold spricht auf Corona-Demo | BR24

© Picture Alliance/dpa/Sebastian Gollnow

Ex-Nationalspieler Thomas Berthold auf der "Querdenken"-Demo gegen die Corona-Schutzauflagen.

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    Ex-Fußball-Nationalspieler Berthold spricht auf Corona-Demo

    Thomas Berthold spielte als Verteidiger für Eintracht Frankfurt, den FC Bayern und den VfB Stuttgart, absolvierte 62 Länderspiele und wurde mit der deutschen Nationalelf 1990 Weltmeister. Nun ist er auf einer Anti-Corona-Demo aufgetreten.

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    "Wir haben Euch durchschaut" - "Freiheit, Freiheit". So titelten die Demonstranten bei der Stuttgarter "Querdenken"-Demo am vergangenen Samstag auf ihren Plakaten. Mit dabei: Thomas Berthold, Fußballweltmeister von 1990 mit FC Bayern-Vergangenheit. Der heute 55-Jährige hielt sogar eine Rede auf der Demo gegen die Corona-Schutzauflagen, bei der auch Verschwörungstheoretiker, Links- wie Rechtsextremisten mitmarschierten.

    Die Maßnahmen seien "völlig überzogen", verteidigte Berthold seine Teilnahme gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). "Es war eine Herzensangelegenheit für mich, diese Plattform zu nutzen und Dinge zu sagen, die mir seit längerem durch den Kopf gehen. Ich wollte dort den Menschen Dinge mitteilen, die ich wahrnehme und auf dem Herzen habe." Er wolle "selbstbestimmt und ohne Angst" leben.

    Bertholds Vertrauen in die Politik "unter Null"

    In seiner Rede bei der Veranstaltung "Querdenken 711" erklärte Berthold unter anderem, dass sein Vertrauen in die politische Führung bei "unter Null" angekommen sei. Die Teilnehmer der Kundgebung forderten ein Ende der vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen, mit denen die Gefahr einer Übertragung des Coronavirus reduziert werden soll. Die Veranstalter sprachen von 5.000 Teilnehmern, die Polizei zählte mehrere Hundert.

    Er wolle "definitiv" auch bei der "Querdenken"-Demonstration am 29. August in Berlin auftreten, sagte Berthold der dpa. "Die Initiative braucht eine mediale Plattform. Es geht darum, dass wir Dinge hinterfragen und nicht alles staatstreu eins zu eins glauben."

    Keine Furcht vor Konsequenzen für seine Karriere

    Sollte seine öffentliche Positionierung berufliche Konsequenzen für ihn haben, sei ihm dies egal, sagte Berthold: "Wenn es so sein sollte, wäre das schade, dann bin ich aber bereit, die Konsequenzen zu tragen", betonte er. "Wenn der ein oder andere Programmdirektor oder Redakteur sagt, das können wir nicht vertreten, akzeptiere ich das natürlich. Auch dann geht das Leben weiter."

    Berthold spielte in seiner Karriere unter anderem für Eintracht Frankfurt, den FC Bayern und den VfB Stuttgart. Der Verteidiger absolvierte 62 Länderspiele, 1990 wurde er mit dem deutschen Nationalteam Weltmeister in Italien. Nach seiner Laufbahn war Berthold unter anderem als Manager von Fortuna Düsseldorf und für mehrere Fernsehsender sowie Zeitschriften als Experte tätig.

    Keine Ambitionen für politische Karriere

    Er sprach sich für die Gründung einer neuen Partei aus. Er habe aber selbst keine Intention, politisch aktiv zu werden. "Ich habe nur angeregt, dass wir Menschen brauchen, die dem Volk dienen. Wir brauchen Menschen in unserer Regierung, die ausgebildet sind für ihr Ressort und Expertise mitbringen."

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