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Verschiebung der Fußball-EM: UEFA beruft Krisensitzung ein | BR24

© picture-alliance/dpa

Werbeplakat für den EM-Spielort München

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    Verschiebung der Fußball-EM: UEFA beruft Krisensitzung ein

    Eine Verschiebung der Fußball-Europameisterschaft rückt durch die Ausbreitung des Coronavirus immer mehr in den Fokus. Die Europäische Fußball-Union hat für kommende Woche eine Krisensitzung einberufen, in der es auch um die EM gehen soll.

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    Am kommenden Dienstag (17. März) sollen Vertreter von allen 55 Mitgliedsverbänden in einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen nach dem Ausbruch der Pandemie beraten, wie die UEFA am Donnerstag mitteilte. Zuvor hatte der Verband alle Europapokalspiele in der Champions League und in der Europa League ausgesetzt.

    Am Dienstag sollen nun vor allem die paneuropäische EM, die von 12. Juni bis 12. Juli in zwölf Ländern stattfinden soll, thematisiert werden.

    Die Verschiebung der EURO, die im Sommer in zwölf Ländern, darunter auch an den Spielorten Rom und München, stattfinden soll, war bereits am Donnerstag (12.03.2020) Thema einer Videokonferenz, an der Vertreter der fünf größten europäischen Ligen (Deutschland, Italien, England, Spanien, Frankreich) sowie Giorgio Marchetti, stellvertretender Generalsekretär der Europäischen Fußball-Union (UEFA) teilgenommen hatten.

    Auf Initiative der italienischen Serie A sollte dabei ein Gesuch vorgetragen werden, die EURO zu verschieben. Durch eine Verlegung der EURO wollen die Ligen demnach sicherstellen, ihre laufenden Saisons zu Ende spielen zu können.

    UEFA bisher nicht gesprächsbereit

    Noch am Dienstag (10.03.2020) hatte die UEFA zum wiederholten Male betont, dass sie trotz des Coronavirus am Terminkalender für die EURO festhalten wolle. "Es gibt keinen Grund, am geplanten Zeitplan etwas zu ändern", teilte der Verband auf Anfrage mit und verwies darauf, dass noch keine Anträge auf eine Verschiebung des Turniers eingegangen seien. Der Vorstoß der fünf europäischen Topligen könnte nun Bewegung in die Angelegenheit bringen.

    Bosnien und Slowakei bitten um Verschiebung der EM-Play-offs

    Die Verbände aus Bosnien und der Slowakei haben derweil die UEFA um die Verschiebung ihrer Play-off-Halbfinals für die EM gebeten. Bosnien um Kapitän Edin Dzeko, der beim italienischen Erstligisten AS Rom unter Vertrag steht, sollte am 26. März in Zenica gegen Nordirland antreten. Am selben Tag ist das Duell zwischen der Slowakei und Irland in Bratislava angesetzt.

    Bosnien hat ein Einreiseverbot für Menschen aus mehreren Ländern verhängt, darunter Italien und Deutschland. Alle bosnischen Staatsbürger, die dennoch aus diesen Ländern einreisen wollen, müssen 14 Tage in Quarantäne. "Dies bedeutet, dass die meisten unserer Spieler kein Play-off-Spiel spielen können", schrieb der Verband.

    In den Play-offs kämpfen insgesamt 16 Mannschaften in vier Pools mit je vier Teams um die noch vier verbliebenen Tickets für die paneuropäische EURO. Die Halbfinalspiele sind für 26. März angesetzt, die Finals sollen fünf Tage später stattfinden.