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Erst verschoben, jetzt abgesagt: Kein Ironman auf Hawaii | BR24

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Triathletin Anne Haug: "Ich bin natürlich sehr traurig darüber"

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Erst verschoben, jetzt abgesagt: Kein Ironman auf Hawaii

Die Titelverteidiger Jan Frodeno und Anne Haug müssen erneut die Trainingspläne umschreiben. Die auf Februar verschobene Ironman-WM auf Hawaii wurde abgesagt.

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  • BR24 Sport

Die Nachricht von der Absage des legendären Ironman im Februar auf Hawaii erreichte die deutschen Champions in der Nacht. "Ich bin natürlich sehr traurig darüber", sagte Titelverteidigerin Anne Haug der Deutschen Presse-Agentur (dpa), "aber die Entscheidung ist in Anbetracht der aktuellen Situation mehr als nachvollziehbar."

Titelverteidiger Jan Frodeno hatte sich bereits bei der Verschiebung im Mai kritisch geäußert und eine Absage nahegelegt. "Das macht es irgendwann ein bisschen albern, einen Februar-Weltmeister und einen Oktober-Weltmeister zu haben", hatte er betont.

Absage wegen der Coronavirus-Pandemie

Ironman-Chef Andrew Messick bedauert die Absage: "Wir waren hoffnungsvoll, dass wir unsere Athleten, deren Familien und Fans für diese Veranstaltungen willkommen heißen können, aber der andauernde Einfluss der Pandemie macht das unmöglich."

Erste Absage seit Premiere 1978

Nach einer Verschiebung war das Kultrennen über 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen vom 10. Oktober 2020 für den 6. Februar 2021 neu angesetzt worden. "Mit schwerem Herzen" wurde nun die Absage mitgeteilt. Seit der Premiere des Rennens auf Hawaii 1978 ist es das erste Mal.

Auch die WM 2020 über die halbe Ironman-Distanz wird nicht stattfinden. "Es ist hart, diese Entscheidung im Juli zu treffen, aber das bringt die notwendige Klarheit für Athleten, Gastgeber und Partner", betonte Messick.

Qualifikation war schon problematisch

Ein Problem waren auch die Qualifikationskriterien, obwohl sie die Organisatoren in der Folge anpassten. Durch die globale Ausbreitung des Coronavirus konnte in diesem Jahr noch kein Ironman-Rennen stattfinden, zuletzt wurde auch der zunächst in den September verschobene Ironman Hamburg abgesagt, die EM in Frankfurt gab und gibt es in diesem Jahr auch nicht.

Haug hofft zumindest auf kleinere Wettkämpfe

Frodeno & Co hatten die Trainingspläne bereits nachjustiert und mit der Vorbereitung auf den Höhepunkt und Klassiker im Triathlon Anfang kommenden Jahres begonnen.

Ex-Weltmeister Sebastian Kienle stürzte dabei neulich allerdings mit dem Rennrad und zog sich einen Schlüsselbeinbruch zu, seinen geplanten Start bei einem Rennen in Davos Ende August hat er allerdings noch nicht abgesagt. Der 36-Jährige gewann 2014 auf Hawaii und leitete damit eine deutsche Ära im Ziel von Kailua-Kona ein.

2015 und 2016 holte sich Frodeno den WM-Titel, ehe danach Patrick Lange zweimal nacheinander gewann. Im Oktober 2019 kehrte Frodeno auf den Thron zurück.

Bei den Frauen sorgte Haug für den ersten deutschen Triumph. Die 37-Jährige hofft zumindest noch auf kleinere Wettkämpfe in diesem Jahr in Deutschland, "um die antrainierte Form unter Beweis zu stellen." Einfach wird es nicht. Denn auch der traditionsreiche Triathlon in Roth, wo die Weltmeister Frodeno und Haug gemeldet waren, fiel Anfang Juli bereits aus.

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Anfang Juli hätte der Challenge Roth stattfinden sollen. Wir waren an den wichtigsten Punkten des weltweit größten Langstrecken-Triathlons. Hier hätten viele Begeisterte die Sportler entlang der Strecke angefeuert.

Nächster Ironman-Termin im Oktober 2021

Allen Athletinnen und Athleten bleibt letztlich nichts anderes übrig, als auf die WM im Oktober 2021 zu hoffen. "Wir werden es aushalten und freuen uns auf den Tag, wenn die größten Profis und Altersklassen-Triathleten zur Krönung der Weltmeister zusammenkommen", versprach Ironman-Boss Messick.