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Der ERC Ingolstadt steht in den Startlöchern, doch Coach Doug Shedden wittert "Wettbewerbsverzerrung". Der EHC Red Bull München geht indes mit breiter Brust in das Auftaktspiel der Eishockey-Saison gegen Titelverteidiger Eisbären Berlin.

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ERC Ingolstadt: Mit Konzentration bis ins Finale

Der ERC Ingolstadt hat letzte Saison die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) gerockt und war dem Titel gefühlt schon ganz nah. Doch kurz vor dem Finale ging ein wenig die Luft aus. Das will das Team von Doug Shedden dieses Jahr besser machen.

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Von
  • Achim Hofbauer

Die ganze letzte Saison gab es in Ingolstadt Tempo, Tore und Halligalli - doch der ERC machte den Sack nicht zu. Schuld am vorzeitigen Scheitern in der vergangenen Spielzeit der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) waren vor allem unnötige Konzentrationsfehler im Halbfinale. Sportboss Larry Mitchell will diese Saison "eine ähnlich Rolle spielen wie letzte, und eine Runde weiterkommen" - also ins Finale.

Ende der "One-Man-Show" im Tor

Der Großteil der Mannschaft ist geblieben, dennoch gibt es ein paar neue Gesichter im Ingolstädter Trikot. Der Toptransfer David Warsofsky tritt den Beweis an, dass Eishockeyverteidiger nicht zwingend Wandschrankformat brauchen. Der 31-Jährige ist gerade mal 1,75 Meter groß und nur etwas über 70 Kilo schwer. Doch auch offensiv muss man mit Warsofsky rechnen. 30 Scorerpunkte pro Saison waren bislang in seiner Karriere eher die Regel, statt die Ausnahme.

Stürmer Jerome Flaake bringt als weiterer Neuzugang Erfahrung von über 600 DEL-Partien nach Ingolstadt. Außerdem wird sich im Tor ein neues Duo präsentieren. Michael Garteig, der vielleicht ligaweit beste Torwart der letzten Saison ist nach Finnland gewechselt. Für ihn kamen der international erfahrene Finne Kari Rämö, und der Ex-Münchner Kevin Reich. Die One-Man-Show der letzten Saison ist damit wohl Vergangenheit.

Playoffs nur "Formsache"

Der Stamm der Mannschaft ist eingespielt und wurde ergänzt durch ein paar Charakterköpfe. Zwar haben andere Topteams der Liga mehr Geld, dennoch braucht sich der ERC im Hinblick auf die kommende Saison nicht zu verstecken, gerade weil die Chemie im Team passt. "Ingolstadt war letztes Jahr für mich die beste Mannschaft der Liga. Mein Eindruck ist, dass wir oben mitspielen werden", sagte Flaake.

Das Erreichen der Playoffs ist für den ERC damit wohl nur Formsache. Wenn die Leistungsträger von Verletzungen verschont bleiben und die Konzentration diesmal bis ganz zum Ende hält, geht es vielleicht sogar einen Schritt weiter als letzte Saison.

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Der ERC Ingolstadt hat letzte Saison die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) gerockt und war dem Titel gefühlt schon ganz nah. Doch kurz vor dem Finale ging ein wenig die Luft aus. Das will das Team von Doug Shedden dieses Jahr besser machen.