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Equal Pay: Australiens Frauen-Auswahl feiert historischen Erfolg | BR24

© Picture alliance/dpa

Jubel bei der Frauen-Nationalmannschaft aus Australien

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    Equal Pay: Australiens Frauen-Auswahl feiert historischen Erfolg

    Die Spielerinnen der australischen Frauenfußball-Nationalmannschaft haben einen historischen Durchbruch erzielt. Die "Matildas" erhalten künftig die gleichen Bezüge wie die "Socceroos". In Deutschland ist man weit davon entfernt.

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    "Das ist ein wunderbarer Schritt nach vorne", sagte John Didulica, Geschäftsführer der Spielergewerkschaft PFA. Die Nationalspielerinnen und ihre - international weniger erfolgreichen - männlichen Pendants profitieren in gleichem Maße von Werbeeinnahmen und Prämien. Die Einigung mit dem Australischen Fußballverband FFA ist zunächst bis 2023 befristet.

    "Business Class" bislang den Männern vorbehalten

    Vorerst insgesamt 24 Prozent der Einnahmen des Verbandes gehen zu gleichen Teilen an die Nationalspielerinnen und Nationalspieler, wobei fünf Prozent davon direkt in den Nachwuchsbereich investiert werden. Zu den Zahlungen kommen weitere Angleichungen, wie beispielsweise das Fliegen in der "Business Class", was bislang nur den Männern vorbehalten war.

    Bundesliga-Spielerinnen bekommen Landesliga-Gehälter

    In Deutschland gibt es dagegen weiterhin massive Unterschiede zwischen den Gehältern für Fußballer und Fußballerinnen. Die Nationaltorhüterin Almuth Schult erklärte vor kurzem: "So verdienen einige Spielerinnen in der Bundesliga weniger Geld als beispielsweise Männer in der Landesliga oder in noch tieferen Ligen. Das wissen die meisten Menschen nicht. Hier könnte die Kommunikation noch offensiver sein, damit eine Entwicklung stattfindet und Firmen sich dazu entscheiden den Frauenfußball zu fördern". Dementsprechend jubelte die frühere Potsdamerin Elise Kellond-Knight über die neue Vergütung der Austalierinnen: "Davon haben wir immer geträumt" und lobte den "Respekt", der den Nationalspielerinnen durch den Deal zuteil würde.

    Rückenwind für US-Frauen

    Das australische Modell dürfte auch den US-Frauen in ihrem Bemühen um Gleichberechtigung Rückenwind geben. Die Weltmeisterinnen um Superstar Megan Rapinoe haben eine Sammelklage gegen den eigenen Verband eingereicht, die im Mai 2020 verhandelt werden soll.