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FC Bayern-Weihnachtskugeln
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FC Bayern-Weihnachtskugeln

Die Stimmung auf der Weihnachtsfeier von Bayern München war locker und gelöst. "Wir haben das Spiel gewonnen und können ein bisschen entspannen", sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic über die Party in der Nobel-Location Palais Lenbach am Stachus. Dass beim deutschen Fußball-Rekordmeister nach dem 3:0 (2:0) im 190. bayerisch-fränkischen Derby gegen den 1. FC Nürnberg trotzdem wenig auf eine vorweihnachtliche Bescherung hindeutete, lag an Borussia Dortmund. Der BVB "marschiert", musste Salihamidzic einigermaßen konsterniert zugeben: "Es sieht gut aus, wie sie spielen. Kompliment, wie die das machen!" Dortmund, sagte Trainer Niko Kovac, "macht im Moment keine Fehler."

Keine Veränderung beim Blick auf den Rivalen

Und deshalb ist die Lage nun so, wie Thomas Müller sie zusammenfasste: "Es hat sich nicht geändert." Noch immer hat der Titelverteidiger neun Punkte Rückstand auf den souveränen Bundesliga-Tabellenführer. "Wir hätten es gerne gesehen, wenn Schalke noch den Ausgleich geschossen hätte", sagte Kapitän Manuel Neuer mit Blick auf das Revierderby, "aber die Schalker werden diejenigen sein, die sich am meisten ärgern."

Dritter Pflichtspielsieg in Serie

Die Bayern aber teilten deren Leid, und so blieb ihnen nichts anderes übrig, als sich an eigenen Stärken zu ergötzen. Es stand ja einiges auf der Habenseite: Dritter Pflichtspielsieg in Serie, erster Heimerfolg in der Liga nach fast drei Monaten, erstmals seit neun Begegnungen zu null. "Wir hatten Spaß miteinander", sagte Müller, Salihamidzic ergänzte: "Es sieht gut aus. Wir lassen den Ball besser laufen, nutzen unsere Chancen, stehen hinten besser, verteidigen alle zusammen, haben mehr Selbstbewusstsein".

Bayern auf dem richtigen Weg

"Welche Krise?", sagte Salihamidzic und lachte. Er wusste wohl, dass es anderer Gegner bedarf, um diese Frage abschließend beantworten zu können, als es ein kaum bundesligataugliches Nürnberg war oder zuletzt Bremen und Lissabon. "Nürnberg hat keinen Fußball gespielt", sagte Doppeltorschütze Robert Lewandowski. Und doch: Die Bayern wähnen sich wieder auf dem richtigen Weg. "Wir haben wieder unseren Rhythmus, die Automatismen kommen, du kannst wieder Dinge mit geschlossenen Augen machen", sagte Lewandowski.

Im Strafraum mehr Optionen - auch bei Ajax

Kovac hat daran Anteil. Weil er die Rotation außer Kraft setzte. Weil er mit der Doppelsechs kompakter und mehr durch die Mitte spielen lässt. Und weil er Müller in die Zentrale beorderte. Dadurch, sagte Lewandowski erfreut, "haben wir im Strafraum mehr Optionen". Eine ist Franck Ribéry, der den Endstand markierte. "Die Mannschaft hat sich gefunden, da steckt viel FC Bayern drin", sagte Salihamidzic, "aber wir wollen weitermachen." Zunächst in der Champions League am Mittwoch (21.00) bei Ajax Amsterdam, wo ein Remis zum Gruppensieg reichen würde.

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B5 Sport vom 08.12.2018 - 20:54 Uhr