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Entscheidung ist gefallen: Alaba verlässt den FC Bayern München | BR24

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Das Kapitel FC Bayern ist für David Alaba im Sommer beendet. Der Abwehrchef bestätigt seinen Abschied nach 13 Jahren. Er sucht nun eine neue Herausforderung.

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Entscheidung ist gefallen: Alaba verlässt den FC Bayern München

Nach langem Rätselraten hat David Alaba seine Zukunftspläne verraten: Der Österreicher wird zum Ende der Saison den FC Bayern nach 13 Jahren ablösefrei verlassen. Wohin die Reise geht, steht nach Angaben des 28-Jährigen noch nicht fest.

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Von
  • Nicole Hornischer

"Ich habe für mich persönlich die Entscheidung getroffen, nach dieser Saison was Neues zu machen und den Verein zu verlassen. Das war keine leichte Entscheidung, ich bin seit 13 Jahren hier und der Verein liegt mir sehr am Herzen." Mit diesen Worten eröffnete David Alaba die digitale Presserunde. Er suche nach einer "neuen Challenge".

"Ich bin ein Spieler, der sich jedes Jahr weiterentwickeln möchte, der Erfahrungen sammeln möchte. Ich möchte nach der Saison aus meiner Komfortzone rauskommen und den nächsten Schritt machen." David Alaba

"Geld war kein Faktor"

Wo er nächste Saison spielen wird, ließ der österreichische Nationalspieler offen. Erwartet wird, dass er ins Ausland wechselt. Als heißester Kandidat auf die Verpflichtung des 28-Jährigen gilt der spanische Rekordmeister Real Madrid. Auch der FC Barcelona ist interessiert.

"Es ist kein Geheimnis, dass mein Management mit den Vereinen im Austausch ist", antwortete er auf die Frage nach einem möglichen Interesse vom FC Barcelona. Der "Faktor Geld" - ständige Triebfeder im Profifußball gerade auch in Corona-Zeiten - spielte bei der Entscheidungsfindung angeblich keine zentrale Rolle.

"Es war eine sehr schwierige Entscheidung. Ich kann den Klub als Familie bezeichnen." David Alaba

FC Bayern zog im Herbst Angebot zurück

Alabas Abschied galt schon seit längerer Zeit als sicher. Sein Vertrag läuft im Sommer aus - auf einen neuen konnten sich die Verantwortlichen des FC Bayern mit dem zweimaligen Triple-Gewinner und dessen Berater nicht einigen. Im November verkündete FC-Bayern-Präsident Herbert Hainer in der Sendung Blickpunkt Sport: "Es gibt kein Angebot mehr." Der Präsident erklärte damals: "Wir haben David und seinem Berater schon vor längerer Zeit ein - gerade in dieser Zeit - sehr gutes Angebot gemacht." Nach monatelangen Verhandlungen habe man bis Ende Oktober eine Entscheidung verlangt - vergeblich.

Alaba reagierte darauf enttäuscht: "Ich hätte es sehr gerne gehabt, dass Internes auch intern bleibt", sagte Alaba, der sich auch daran störte, dass vermeintliche Gehaltsforderungen nach draußen gedrungen waren: "Ich war in den letzten Monaten etwas enttäuscht und auch verletzt, dass die Zahlen in den Medien preisgegeben werden."

Nachfolger für Alaba bereits gefunden

Am vergangenen Wochenende gaben die Bayern dann die Verpflichtung von Dayot Upamecano vom Bundesliga-Konkurrenten RB Leipzig bekannt. Der 22 Jahre alte Franzose gilt als Nachfolger von Abwehrchef Alaba. "Es ist kein Geheimnis, dass er ein Spieler ist, der viel Talent und Potenzial mitbringt. Er hat sich in den letzten Jahren sehr weiterentwickelt," sagte Alaba über Upamecano.

Alaba seit 2008 beim FCB

Alaba kommt aus der eigenen Jugend. Seit 2008 ist er beim FC Bayern. Sein Profidebüt gab er 2010 unter dem damaligen Trainer Louis van Gaal - mit 17 Jahren und 232 Tagen als damals bisher jüngster Spieler. Der Österreicher gilt als vielseitig: Er ist als offensiver und defensiver Außenbahnspieler meist auf der linken Seite, Innenverteidiger, zentraler Mittelfeldspieler sowie "Zehner" einsetzbar. Unter Hansi Flick wurde der 28-Jährige Abwehrchef.

Seine Erfolgsbilanz ist beeindruckend: neunmal Deutscher Meister, sechs Pokalsiege und zweimal konnte er mit dem FC Bayern die Champions League gewinnen.