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Endspurt auf dem Fußball-Transfermarkt | BR24

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Blickpunkt-Sport-Schwerpunktthema: Das Ende des Transferfensters

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Endspurt auf dem Fußball-Transfermarkt

Das Ende des Fußball-Transferfensters - das Blickpunkt-Sport-Schwerpunktthema: So läuft das Geschäft zwischen den Klubs und den Spielerberatern.

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Im Sommer wurden zwar schon einige spektakuläre Transfers getätigt, aber noch können alle Bundesliga-Klubs auf dem Markt zuschlagen und ihren Kader für die Fußball-Saison 2019/20 aufrüsten. Gregor Reiter, der Geschäftsführer der Deutschen Fußballspieler-Vermittler-Vereinigung (DFVV), betonte: "Bis Montag, 18.00 Uhr müssen die Transfers abgeschlossen sein. Bis dahin müssen die Unterlagen im Transfersystem TMS hochgeladen sein, sonst kommt der Wechsel nicht zustande."

Keller bestätigt noch einen Neuzugang für Regensburg

Jahn Regensburg wird beispielsweise am letzten möglichen Transfertag noch einen Spieler verpflichten, bestätigte Christian Keller, der Geschäftsführer des Zweitligisten Jahn Regensburg. Am Montagmorgen sind noch die letzten Details zu klären, dann erst wird der Name des Neuzugangs verraten. "Aber die Summe wird nicht groß in die Höhe gehen", so der 40-Jährige.

Noch laufen also die Telefone heiß bei den Klubs. Täglich melden sich laut Keller zwischen 50 bis 80 Spielerberater bei den Vereins-Verantwortlichen.

Kicker ohne Berater bekommen mehr Geld

Dabei bekommen bei Regensburgs Geschäftsführer Keller die Profis mehr Geld, die ohne Berater ihren Vertrag verlängern oder neu abschließen: "Es ist so, dass ich dann weniger hart im Verhandeln bin, weil ich das wertschätze, dass der Spieler für sich selbst spricht."

Beim Jahn steht primär im Vordergrund, "Spieler mit Potential zu entdecken, die wir dann weiter entwickeln können", beispielsweise in der 3. Liga oder der Regionalliga, erklärt Keller. Und so machen es die Regensburger auch bei den Trainern, denn es gilt die Devise: "Wir können uns sportlichen Erfolg nicht erkaufen, wir müssen ihn uns erarbeiten."

Spielerberater - seriöser oder zwielichter Job?

Die Vermittler haben nicht den besten Ruf in der Branche. Aber "die große Anzahl der Spielerberater geht ihrem Job sehr vernünftig, gewissenhaft und seriös nach", lobt Gregor Reiter seine Kollegen. Wer sich für den Beruf des Spielerberaters interessiert, sollte in erster Linie ein Generalist statt Spezialist sein. Die Grundvoraussetzungen laut dem "obersten" Spielerberater: Rechtliches Gespür, hohe Affinität zum Sport, ein gutes Netzwerk, internationale Erfahrung, fließend Englisch plus idealerweise eine weitere Fremdsprache.

"Der gute Spielerberater stellt seinen Spieler in den Mittelpunkt seines Handelns und nicht erst einmal seine eigenen Interessen." Jahn-Geschäftsführer Christian Keller

Bei den aktuellen Ablösesummen ein lukrativer Beruf, denn die Vergütung des Beraters orientiert sich an dem Jahres-Brutto-Grundgehalt des Spielers. Momentan liegt der prozentuale Anteil laut Reiter bei etwa zehn Prozent. Dazu verdient ein Spielerberater auch noch an Prämien.

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Video: In Deutschland endet das Transferfenster am 2. September um 18.00 Uhr. Bis dahin werkeln vor allem die Spielerberater im Hintergrund, um lukrative Last-Minute-Deals einzufädeln. Das Image der Macher im Hintergrund ist nicht immer gut.

Transferfenster-Schluss in Italien und Spanien

Großer Deadline-Day: Die italienischen Klubs dürfen noch bis Montagabend, 20 Uhr zuschlagen, die spanischen Vereine sogar noch vier Stunden länger bis 23.59 Uhr. Einige potenzielle Transferkracher liegen noch in der Pipeline.