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Emotionaler Empfang der Club-Profis in Nürnberg | BR24

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Der Club schaffte nach dem Relegations-Drama in Ingolstadt den Klassenerhalt. Ministerpräsident Markus Söder gratulierte, aber nicht allen Fans war nach der 1:3-Niederlage zum Feiern zu Mute. Trotzdem kam es laut Polizei zu keinen Ausschreitungen.

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Emotionaler Empfang der Club-Profis in Nürnberg

Der Club schaffte nach dem Relegations-Drama in Ingolstadt den Klassenerhalt. Ministerpräsident Markus Söder gratulierte, aber nicht allen Fans war nach der 1:3-Niederlage zum Feiern zu Mute. Trotzdem kam es laut Polizei zu keinen Ausschreitungen.

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Der bayerische Ministerpräsident und Club-Fan Markus Söder twitterte nach dem Relegationsspiel in Ingolstadt "Die Legende lebt doch noch - auch wenn's eine ganz schöne Zitterpartie war. Der #Club hat es wirklich spannend gemacht. Jetzt freuen sich viele Franken." Könnte man meinen. Aber nicht alle Fans schlossen sich der Meinung des CSU-Chefs an. Einige waren überaus empört vom Auftreten ihrer Mannschaft in Ingolstadt, die bis zur 96. Minute am Abgrund zur 3. Liga wandelte. Erst Joker Fabian Schleusener sorgte mit dem Tor zum 3:1-Endstand noch für den glücklichen Klassenerhalt. Auch das konnte die Stimmung bei manchen Anhängern nicht mehr aufhellen. Einige Fans, die enttäuscht über den Saisonverlauf waren, empfingen die Club-Profis nach ihrer kurzen Busfahrt von Ingolstadt nach Nürnberg mit lautstarken Beschimpfungen und Pyrotechnik am Valznerweiher.

Laut Polizei keine Zwischenfälle in Nürnberg

Trotzdem zieht die Polizei ein positives Fazit: "Da wir natürlich im Vorfeld mit Emotionen gerechnet haben, waren wir mit vielen Einsatzkräften vor Ort", so Stefan Bauer, der Pressesprecher der Polizei Mittelfranken. Es kam weder am Vereinsgelände am Valznerweiher noch am Max-Morlock-Stadion zu nennenswerten Zwischenfällen oder gar Körperverletzungen.

Spieler stellen sich den Fans am Stadiontor

Dass der Bus nach Spielende direkt das Stadion ansteuerte, war nach Auskunft des 1. FC Nürnberg lange geplant, da dort die Mitarbeiter der Geschäftsstelle das Spiel verfolgt hatten und hier auf die Mannschaft warteten. Vor der gemeinsamen Feier stellten sich die Spieler am Stadiontor den Fans, die dort gewartet hatten.

Zuvor hatte der Bus spontan das Vereinsgelände am Valznerweiher angesteuert, da auch hier viele Fans auf die Mannschaft warteten. "Sie wollten zu den Fans fahren, hupen, drehen und weiterfahre", so Club- Pressesprecher Christian Bönig auf BR-Anfrage.

Die Polizei habe vor Ort dann auch davon abgeraten, spontan aus dem Bus auszusteigen, da sich die Stimmung unter den Clubfans zu diesem Zeitpunkt verschärft hatte. Es habe offenbar unter anderem Streitereien um das Entzünden von Bengalos gegeben. Wie die Polizei bestätigt seien sich die Fans uneinig gewesen. Die einen hätten die Mannschaft offenbar für den Klassenerhalt feiern wollen, die anderen die Spieler für die schlechte Saison zur Rechenschaft stellen.

Interimstrainer Wiesinger "super happy", Aufarbeitung folgt

Bald wird es nun vermutlich zum großen Aufarbeiten kommen. Erst einmal ist Interimstrainer Michael Wiesinger aber froh: "Aber Hallo. Wir haben hier die Relegation gezogen. Der 1. FC Nürnberg, der immerhin 120 Jahre alt ist, ist weiter in der 2. Liga." Das zählt für ihn "einzig und allein und über das bin ich einfach super happy, dass wir es gepackt haben", sagte der Coach. Doch der kehrt jetzt ja zurück ins Nachwuchszentrum. Es bleibt also spannend beim Club.