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Fußball-EM: Zuschauer in der Münchner Arena fraglich

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    EM-Spiele in München: Söder kritisiert Zuschauerpläne der UEFA

    Die UEFA hält an den Plänen fest, die Spiele der Fußball-EM in zwölf Städten und ausdrücklich vor Zuschauern auszutragen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht derzeit jedoch kaum eine Chance auf ein gefülltes Münchner Stadion.

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    • BR24 Sport

    Im Stadion des FC Bayern sollen die drei Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft gegen Weltmeister Frankreich (15. Juni), Europameister Portugal (19. Juni) und Co-Gastgeber Ungarn (23. Juni) sowie ein Viertelfinale (2. Juli) ausgerichtet werden.

    Knapp zwei Monate vor dem Eröffnungsspiel bekennen sich mehrere EM-Gastgeber zur Ausrichtung der Partien vor Zuschauern - in Deutschland bleibt dagegen die Skepsis. "Im Moment kann ich mir das ehrlich gesagt nicht vorstellen mit großartigen Zuschauerzahlen zu operieren, es dauert ja nicht mehr lange", sagte Söder im Interview mit RTL/ntv. "Ich halte auch nichts davon, wenn auf europäischer Ebene diskutiert wird: Es findet nur dort statt, wo möglicherweise Zuschauer komplett zugelassen werden", erklärte Söder.

    Verpflichtung würde auf Widerstand stoßen

    Bis zu diesem Mittwoch mussten München und die weiteren elf EM-Gastgeberstädte ihre Konzepte für die Ausrichtung der Partien bei der Europäischen Fußball-Union UEFA einreichen. Sollte München von der UEFA zur Zulassung von Fans verpflichtet werden, würde dies laut Söder "auch bei der deutschen Bundesregierung" auf Widerstand treffen. "Wir haben jetzt wirklich in der Frage der sogenannten Geisterspiele gute Erfahrung gemacht", so Söder. Bayerns Ministerpräsident wies jedoch daraufhin, dass sich trotz aller Sicherheitsmaßnahmen immer wieder Spieler mit Corona infiziert hätten.

    UEFA-Präsident nach Treffen mit Söder optimistisch für EM-Spiele

    Vor dem Champions-League-Spiel des FC Bayern gegen Paris St. Germain traf sich Aleksander Ceferin mit Söder. In Sky sagte der UEFA-Präsident: "Ich hatte ein Treffen mit Herrn Söder. Da ist viel guter Wille und Optimismus. Aber wir können noch nicht viel sagen, es ist zu früh dafür. Wir werden am 19. April in der Exekutive entscheiden. Dann werden wir das tun, was die Gesundheitssituation vorgibt. Ich bin optimistisch, dass der Ministerpräsident unbedingt will, dass die Spiele hier stattfinden."

    Dass München nur dabei sein darf, wenn vor Fans gespielt wird, ließ Ceferin nicht pauschal gelten: "Es ist zu einfach, das zu sagen. Erst mal müssen wir uns angucken, wie die Gesundheitssituation aussieht. Wenn sie es erlaubt, erwarten wir natürlich Zuschauer."

    München hofft auf Zuschauer

    Die bayerische Landeshauptstadt hofft hingegen weiter auf Spiele vor Publikum. Dafür gebe es "verschiedenen Szenarien, was mögliche Zuschauer im Stadion betrifft", hatte sie am Vortag mitgeteilt. Es sei "denkbar und wünschenswert, dass bei den vier Spielen in München Zuschauer im Stadion sein können".